Review

Yeah, mal wieder ein Gute-Laune-Slasher im Stil von „Freitag der 13.“, der gar nicht erst versucht, originell zu sein. So bekommt man hier das Übliche geboten: sexgeile Teenies in einem waldigen Gebirge (sehr schöner Drehort, da kommt Urlaubsstimmung auf wenn man lieber in der Natur als am Hotelpool abhängt), dumme und lustige Dialoge; die Legende von einem alten Indianerfriedhof, auf dem später das Camp errichtet wurde; ein maskierter Killer, der noch immer frei rumläuft usw. Da der Film sich aber an die Regeln des Genres hält, kann man sich hier durchaus amüsieren. Schon die Musik zu Beginn macht gut Druck, was kein Wunder ist, denn diese stammt von Claudio Simonetti (Goblin). Italo- und speziell Argento-Fans wissen also Bescheid, was sie akustisch erwartet, speziell in den Tötungsszenen, die durch den wirklich guten Score prägnant angekündigt und atmosphärisch unterstützt werden. Während der Credits freut man sich auch auf ein Wiedersehen mit bekannten Darstellern aus der B-Liga, z.B. David Hess (wie immer spitze), Charles Napier und Ivan Rassimov.

Die erste halbe Stunde kommt flüssig daher, und der „Medizinmann“ wirkt bedrohlich. Im Mittelteil fand ich einige Szenen etwas in die Länge gezogen, zumal nichts Unerwartetes passiert (ein Camper nach dem anderen muss dran glauben). Im letzten Drittel kommt der Film dann nochmal in Fahrt, und das einzige was ich hier kritisieren würde, ist die Tatsache, dass man schon seit dem 1. Mord weiß, wer der Killer ist. Diese Auflösung wird zwar in der allerletzten Szene nochmal relativiert, doch einfallsreich war das nicht gerade. Die Effekte sind ok, aber nicht herausragend, und die meisten davon kennt der Horrorliebhaber bereits aus früheren Streifen. Alles in allem trotzdem eine nette „Freitag“-Kopie für zwischendurch mit amüsanten Akteuren und toller Musik. Wegen dem Anflug von Langeweile im Mittelteil und der einfallslosen Täterkonstellation gibt es leider Abzüge in der B-Note, aber immerhin noch verdiente 6 von 10 Punkten. Der deutsche Untertitel „Mathematik des Schreckens“ hat nichts zu bedeuten, also lasst Euch davon nicht abschrecken.

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