Regisseur Chuck Vincent kam Zeit seines Lebens immer dann ins Spiel wenn es darum ging, Pornostars die Chance auf einen richtigen Spielfilm zu geben, anstatt immer nur sämtliche Körperöffnungen erhalten zu müssen. Hier quälen sich die hinlänglich bekannten Veronica Hart, Jerry Butler und Jamie Gillis durch 90 Minuten Psychoterror, wobei die lahme Handlung viel eher zum Terror gegen den Zuschauer wird.
95 Prozent des Filmes spielen in einer Wohnung ab und die Hart gibt sich ja alle ersichtliche Mühe, die vom Wahnsinn befallene Frau wenigstens eingermaßen glaubhaft zu verkörpern. Hysterische Schreie, weit aufgerissene Augen - hier waren erkennbare Ambitionen vorhanden, der Karriere noch ganz andere Impulse zu geben als das Leben nur der XXX-Industrie zu fristen.
Vergleiche mit Polanski´s "Ekel" wurden schon gezogen, wobei das Original ein packender Film mit einer grandiosen Hauptdarstellerin ist. Hier nimmt man die Kulisse einer Sitcom und lässt die Protagonistin schon beim Blick unters Bett kräftig schreien. Stimmen aus dem Off sollen dem Zuschauer wohl das kleine Quäntchen an innerem Wahnsinn subgestieren, der Seelenklemptner wird sich freuen.
Immerhin ist es Regisseur Chuck Vincent dann doch noch gelungen, ein halbwegs lustiges Finale zu inszenieren: Dann werden sämtliche Register des Könnens gezogen, von "Dawn of the Dead" bis "Day of the Dead" ist alles drin, aber zumindest des Tempo und der Unterhaltungswert stimmen einigermaßen.
Der Rest ist nichts, was man nicht auch mit einem herkömmlichen Porno-Budget bewerkstelligen könnte. Daher wünscht man sich seine Sexfilm-Helden beinahe schon wieder i die Horizontale zurück, etwas Flotteres wie "Deranged" hätte auch ohne großen Aufwand herauskommen können!