Review

Was für ein schlechter Film. Damit könnte man die Besprechung eigentlich schon beenden. Aber das wäre unfair gegenüber diesem miesen Streifen.
Der Besprechung liegt die gekürzte FSK16 Fassung zu Grunde. Ich glaube aber nicht, dass die handvoll Morde, sollten sie denn besonders blutig ausgeführt sein, den Film retten könnten. Eher im Gegenteil. Dies wäre ein weiteres Indiz dafür, dass der Regisseur dieses Films, es nicht verstanden hat, den Stoff Artgerecht umzusetzen und deshalb vielleicht die vielen Unzulänglichkeiten mit etwas Gewürzketchup hätte ausgleichen müssen.
Selbst für das Jahr 1979 ist die Story, um ein Kino, in dem ein Psychopath umgeht nicht besonders revolutionär. Wäre dieser Psychopath wenigstens überzeugend, aber nein, er ist ein sabberndes degeneriertes Etwas, welches in der Tochter des Kinoinhabers eine von ihm verehrte Schauspielerin erkennt. Darauf hin krallt der Typ, welcher von allen für ein Monster oder Dämon gehalten wird, sich natürlich die holde Maid.
Die Umsetzung des Films ist auf allen Ebenen mies. Keine der dargestellten Personen kann auch nur im Ansatz etwas Leben in dieses Trauerspiel aus Slasher und Psychothriller bringen. Einzig und allein die Person des fetten und mit absoluter Blödheit gesegneten Dorfpolizisten sorgt für Erheiterung. Für Erheiterung wohlgemerkt, nicht für einen bleibenden Eindruck, was seine Rolle und die Darstellung der selbigen angeht. Alle anderen Charaktere sind einfach nur flach, nichts sagend und mit wenig Talent ausgestattet wurden. Die Darsteller scheinen sich wirklich zu langweilen und in manchen Gesichtern kann man die Frage wirklich ablesen: „Was zur Hölle mache ich hier eigentlich? Sollte ich nicht gerade in einem wirklich großartigen Horrorfilm an der Seite von Christopher Lee spielen?“ Nein, solltest du nicht. Denn dazu agierst du, und alle anderen, einfach zu oft an dem vorbei, was sich da halbwegs vernünftige Schauspielerei nennen würde.
Nun kann man versuchen, diesem Film wenigstens als B-Film oder gar als Z-Film etwas Gutes abzuringen. Aber auch dies fällt schwer. Wo so mancher B-Film wenigstens noch mit kruden Ideen aufwarten kann, bleibt „Bluttheater“ einfach nur gesichtslos und vorhersehbar, in allen Belangen. Auch die Masken und FX, wenn man mal was zu sehen bekommt, sind nur unterstes Niveau.
Der englische Titel „The Meateater“ verwirrt ebenfalls. Der einzige Bezug zum Fleischfressen ist der Running Gag mit Würstchen. Aber auch der hat sich schnell verlaufen.
In diesem Bluttheater regiert die Langweile. Vom Erwerb einer Eintrittskarte wird abgeraten.

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