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Carol wird von ihrem drogendealenden Freund Rudy – nebenbei unterhält er einen Vergnügungsdampfer, auf dem reiche Männer dem Glücksspiel nachgehen und sich an Prostituierten vergehen können – hintergangen und landet im Gefängnis. Dort führt die amerikanische Wärterin Alabama ein hartes Regiment, hält sich die Frauen wahlweise als Liebesspielzeug oder steckt sie in den “Playpen” – eine Folterkammer. Jeff freundet sich mit ihren Zellengenossinnen an, doch hat sie bald noch ganz andere Sorgen als Alabama, denn ihr Rudy fürchtet eine belastende Aussage und weil er gute Kontakte in den Knast hat, beauftragt er Stoke, seine Freundin umzubringen.

Frauenknastfilme sind irgendwie eine einseitige Angelegenheit. Kennt man einen, kennt man im Grunde (fast) alle. Viele Motive ziehen sich wie ein roter Faden durch das Mini-Genre und auch Women in Cages, um mal beim Originaltitel zu bleiben, hakt alle relevanten Punkte ab. Wir haben also die klassischen Duscheinlagen, Catfights, die fiese Aufseherlesbe (immerhin Pam Grier, die tut jedem Film gut), das Lager in den Tiefen des Dschungels das jede Flucht zu einer Suizidaktion werden läßt, die Folterkammer und natürlich die Flucht selber, ohne die man auch schlecht einen WIP Streifen drehen kann.
Immerhin bemüht man sich auch um so etwas wie eine Story und filmt nicht nur die nackten Schnuckis. Im Zentrum steht Carol, deren Lover sie mit einem Drogenpaket bestückt hat und für dessen Freiheit sie nun eine 10jährige Haftstrafe in der philippinischen Variante des Dschungelcamps absitzen darf. Treudoof wie sie ist liebt sie aber ihren Rudy immer und beweist somit doch das Klischee das Blondinenwitze durchaus ihre gesellschaftliche Berechtigung haben, denn der Schlimmfinger gibt sogar einer Mitinhaftierten einen Mordauftrag, damit sein Schnucki nicht der Polizei von dessen kriminellen Treiben ein Liedchen singen könnte.
Die ganz harten Exploitation Fans könnten auch ein wenig enttäuscht sein. Die Nacktszenen halten sich in Grenzen und auch der Gewaltpegel war anderweitig schon heftiger. Es ist zwar eine recht unangenehme Folterszene enthalten, aber man hat eben schon härteres gesehen. So bleibt zwar ein recht unterhaltsamer Frauenknastler übrig, bei dem man aber jetzt auch nicht vor Spannung das atmen vergißt. Vieles hat man so oder wenigstens ähnlich schon gesehen, es fehlen ein wenig die Erinnerungswerten Momente, bei Big Bird Cage gabs immerhin den großen Arbeitsturm und den fiesen An-den-Haaren-aufhäng-Moment, der hier eher wenig vorhanden ist.
6/10

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