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In seinem Herkunftsland Mexiko soll der Mist angeblich genauso populär sein wie DER WEIßE HAI und gleichermaßen als Klassiker gelten. Das spricht eher für ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein der Mexikaner, aber nicht für einen guten Filmgeschmack. Denn TINTORERA besteht zu großen Teilen nur aus belanglosem Rumgeglänkel am Strand und seichtem Softsex, während der eigentliche Haihorrorpart in den Hintergrund gedrängt wird. Die Freude darüber, dass bei den Unterwasseraufnahmen ausschließlich echte Raubfische gezeigt werden, währt auch nicht lange, denn den armen Biestern geht es fast ausschließlich an den Kragen. Jawohl, ich spreche von Tiersnuff! Es wird fast alles harpuniert, was am Meeresboden kreucht und fleucht. Das ist einfach nur traurig und die Tierchen tun einem leid. Selbst der in 2 Hälften zerbissene Taucher, obwohl ein gelungener Effekt, stimmt einen da nicht mehr versöhnlich.
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Wieder einmal wird "Der weisse Hai" als Vorbild für einen billigen Schundfilm bemüht. Diesmal macht ein Tigerhai die Küste eines Badeortes unsicher, indem er bevorzugt hübsche Touristinnen verspeist. Zwei reiche Möchtegern-Playboys machen Jagd auf den Hai, nachdem eine ihrer Gespielinnen gefressen wurde. Einer der Männer wird getötet, der Andere macht im zweiten Anlauf dem Hai den Garaus. Das Lotterleben der beiden Hauptpersonen wird ausführlich dargestellt, dagegen kommen die Szenen mit dem Hai zu kurz. Das Ergebnis ist schlicht langweilig. Am Drehbuch beteiligt ist der mexikanische Tauch-/Hai-Experte Ramon Bravo, der zwei Jahre später für Lucio Fulcis " Woodoo" / "Zombi 2" die berüchtigte Unterwasserzombie-Sequenz gedreht hat. Die Filmmusik stammt von Basil Poledouris, der heutzutage Filme wie "Alarmstufe Rot 2" und "Starship Troopers" untermalt.