Eine Gruppe junger Frauen lässt sich in einem alten Weltkriegsbunker mit Zugang zu einem Stollenlabyrinth einschließen. Dort haust natürlich ein menschenfleischgeiler Kannibale, der den Gören ordentlich zusetzt.
Über Joe D'Amatos dumpfsinnigen Horrorstreifen 'Man-Eater' kann man ja denken, was man will, aber er hat es geschafft in die Annalen einzugehen und infolge seines zweifelhaften Rufes als Kultschocker zu gelten. All das wird Dario Germani mit seiner Verbeugung vor D'Amatos Werk nie gelingen. Sowohl Story als auch Schauspiel, Schnitt und Atmosphäre bewegen sich noch meilenweit hinter D'Amatos Film. Während dieser wenigstens noch teilweise in bedrohlicher oder wenigstens schauriger Atmosphäre spielte und zumindest aus heutiger Sicht das nostalgische Chic seiner Entstehungszeit trägt, ist Germanis Film stumpf, plump und ohne jeden Anspruch. Das Cast entbiehrt jeglicher Qualifikation, die Splatterelemente sind zwar handwerklich gut umgesetzt, dafür aber stümperhaft wie in 'The Curse of Doctor Wolffenstein' in die nicht vorhandene Handlung eingebettet worden. Am Ende leidet der Film unter fehlender Spannung und der Abwesenheit jeglichen Flairs. Die zwei Momente im Film, in denen tatsächlich so etwas wie Spannung hätte aufkommen können, wurden schlussendlich durch einen miesen Szenenschnitt verhunzt. Am Ende bleibt eine zusammenhanglose Splattershow mit teilweise guten Effekten. Den Stellenwert von D'Amatos Werk wird diese Hommage allerdings nie erreichen.
Fazit: Die Splattereffekte sind derbe und gut, das Cast und die Story sind dafür noch schlechter als beim Vorgänger.