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Im Nachhinein lässt sich natürlich leicht unterstellen, während der Pandemie aus der Not eine Tugend geformt zu haben, indem lediglich eine Person an einem isolierten Ort die Geschichte auszufüllen versucht. Doch Langfilmdebütant Matt Vesely, der mit einem augenscheinlich geringem Budget hantieren musste, wirft anfangs effektiv einige Geheimnisse in die Runde, die allerdings nicht adäquat aufgelöst werden.

Eine Journalistin (Lily Sullivan), die mit einem Enthüllungsbericht gehörig angeeckt ist, hat sich in das geräumige Haus ihrer verreisten Eltern zurückgezogen, um an ihrem neuen Podcast „Beyond Believable“ zu arbeiten. Aufgrund einer anonymen Nachricht erhält sie Hinweise auf einen ominösen schwarzen Ziegelstein, wonach sich immer mehr Menschen zu Wort melden, die erschreckende Erfahrungen mit dem Objekt machten…

Hinsichtlich des Titelgebenden könnte man unweigerlich eine Querverbindung zum Sci-Fi-Klassiker „Das Geheimnis des steinernen Monsters“ aufbauen, in dem Außerirdische ihre Finger im Spiel hatten und auch hier ist früh vom Einmischen Extraterrestrischer die Rede.
Überhaupt werden diverse Verschwörungstheorien bemüht, womit ebenso viele Spekulationen einhergehen, wogegen griffige Informationen bewusst zurückgehalten werden.

Innerhalb des Kammerspiels steht ausschließlich die namenlose Journalistin im Vordergrund, andere Figuren sind lediglich zu hören. Entsprechend muss man sich zwangsläufig mit dem Herangehen der Protagonistin auseinandersetzen, welche zu unnahbar erscheint, um ein Mitfühlen zu erleichtern, zumal sie zwischenzeitlich selbst recht manipulativ vorgeht, indem sie Aussagen nach eigenem Gutdünken schneidet und damit Intentionen verfremdet.
Im Umgang mit ihren Mitmenschen erweist sie sich zudem nicht gerade als herzlich und aufrichtig, was hinsichtlich ihrer Entwicklung kaum zur Empathie einlädt.

Zudem werden einige Ansätze schlicht fallen gelassen, während es im letzten Drittel zwar etwas persönlicher wird, doch die Umsetzung der Erkenntnis gestaltet sich nicht optimal.
Da insgesamt fast komplett auf Effekte verzichtet wird und selbst Erzählungen am Telefon lediglich in Ansätzen visualisiert werden, gestaltet sich die minimalistische Umsetzung auf Dauer etwas eintönig und erhält phasenweise einen Hörspielcharakter, welcher immerhin auf eine stimmige Sounduntermalung setzt. Auch das zurückhaltende, bodenständige Spiel von Sullivan ist auf der Habenseite zu verbuchen.

Leider zerfasern die teils spannenden Ansätze größerer Verschwörungstheorien zulasten kleinerer Befindlichkeiten, die am Ende eher harmlos, wenn auch nicht bedeutungslos erscheinen. Vielleicht wurde im ersten Drittel auch ein zu hoher Erwartungsdruck geschürt, der letztlich nicht erfüllt werden konnte, denn dramaturgisch knickt der Stoff zum finalen Akt merklich ein, wonach die Erzählung nicht so nachhaltig hängen bleibt.
5 von 10





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