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Wieso tu ich mir auch so einen Film an?
Die Besetzung klingt natürlich einladend: Zahlreiche Stars in kleinen Rollen vorhanden. Unter anderem Sylvester Stallone als Bösewicht, George Clooney als Auftraggeber oder Salma Hayek als wie immer optisch angenehm anzusehende Assistentin. Doch das war dann schon alles Gute, was dieser Film zu bieten hat.
Die Story ist einem Kinderfilm durchaus angemessen, objektiv betrachtet aber bescheuert: Juli Cortez, der sich aus dem Agentengeschäft zurückgezogen hat und darauf besteht, nur noch Ex-Agent genannt zu werden, wird auf einmal doch in einen neuen Fall hineingezogen. Die OSS beauftragt ihn, seine eigene Schwester zu retten. Diese ist im vierten Level eines Computerspiels namens "Game over" gefangen. Der Eigenzweck, den die OSS dabei verfolgt, ist, dass sie wollen, dass Juli gleichzeitig das Spiel unschädlich macht. Denn wenn er das nicht schafft, wird der berüchtigte Toymaker mit diesem Spiel die Welt erobern. Das wäre selbstverständlich fatal. Juli muss also die Welt retten, indem er selbst in das Computerspiel geht und die Levels durchsteht...
Die Aufmachung des Films ist nach meiner Meinung nicht besonders angenehm: Fast alles ist computeranimiert, lediglich die Menschen scheinen echt zu sein. Es wurden wohl 80% oder mehr des Films vor dem Bluescreen gedreht. Jetzt sagen manche, dass das doch an sich nicht schlimm ist, aber mir gefällt das normalerweise sowieso nicht und in diesem Film ist es zudem nicht besonders ansehnlich umgesetzt, es wirkt nicht viel echt.
Die schauspielerischen Leistungen passen sich dem Kinderfilm an. Im Angesicht dieser Tatsache kann man sich eigentlich auch nicht kritisieren. Ich will das trotzdem an einer Stelle tun: Sylvester Stallone kann offenbar nur Rollen spielen, in denen er mit nacktem Oberkörper Leute verdrischt, in diesem Film ist er total fehlplatziert. Die Herausforderung, eine Rolle in einem Kinderfilm zu übernehmen, war für ihn offenbar eine Nummer zu groß.
Die Story ist wie erwähnt nicht gerade hervorragend. Hinzu kommt, dass die Umsetzung recht schwach ist. Zwar wird man sehr schnell in das Geschehen hinein gebracht, allerdings besteht der Film viel zu offensichtlich aus einzelnen Episoden. Das nervt. Dadurch entstehen schlechte Schnitte. Das "Autorennen", der "Roboterkampf" usw... Alles ist klar voneinander abzutrennen und es scheint, als hätte man diese Episoden schlicht und einfach per Zufall aneinandergereiht. Wenn man die Reihenfolge der Sequenzen geändert hätte, wäre das keinem aufgefallen.
Jetzt werden sich alle aufregen: Ja aber es ist doch ein Kinderfilm. Is ja richtig, aber deswegen kann man trotzdem eine aufeinander aufbauende Story herstellen und ein wenig Anspruch fabrizieren. Anspruch ist in diesem Film nämlich ein absolutes Fremdwort. Und der Humor, den man einem Kinderfilm zur Qualitätssteigerung gerne mal verpasst, ist ebenfalls nicht vorhanden. Zumindest habe ich nichts davon gemerkt.
Fazit: Ein Film, bei dem höchstens Menschen bis 10 Jahre ihren Spaß haben können. ALLEN MENSCHEN ÜBER 10 RATE ICH DAHER VON DEM FILM AB. Macht lieber etwas Sinnvolles. Immerhin 2 Punkte erhält der Film von mir, wegen den teilweise recht ansehnlichen Spezialeffekten. Euer
Don

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