Review

Inhalt:

China, vor Jahrhunderten. Lu Ting Chu (Lung Fei) ist mit seinen beiden Todeskrallen, seinem unverwundbaren Körper und seinem herausragenden KungFu ein nahezu unbesiegbarer Kämpfer!
Zudem ist er ein Manchu und er paktiert mit den mit den Japanern kollaborierenden Kräften.

Er ist der Erzfeind von Cheng Chi (Ma Kei), einem Meister des Tiger-KungFu, und stellt diesen, sowie dessen Schüler Sing Chen (Jimmy Wang Yu) zum Kampf. 
Und Lu bleibt siegreich..., verletzt den Meister schwer, und dieser sowie Sing Chen können mit knapper Not entkommen!
Zuflucht finden die beiden in der KungFu-Schule von Li Fu (Chan Wai-Lau), einem Meister des Crane-KungFu!

Cheng Chi, der Tiger-KungFu-Meister, und Li Fu, der Crane-KungFu-Meister..., sie waren einst zusammen, und trennten sich im Streit, welcher Stil der bessere sei.
Um Lu Ting Chu zu besiegen, sehen sie nur die Möglichkeit, beide Stile zu koppeln. So soll denn Sing Chen zusammen mit dem besten Schüler von Li Fu, Liu Kang (Lau Kar Wing), trainieren..., damit beide die Techniken kombinieren...!

Doch sind die beiden Männer ungleich..., und Liu Kang hält nicht so viel davon, den Tiger-Stil zu erlernen.
Gleichwohl beginnt eine gemeinsame Ausbildung. 
Doch Lu Ting Chu lauert dem Meister Li Fu auf..., und tötet diesen auf brutale Weise.
Liu Kang will diesen Tod sofort rächen..., doch Sing Chen weiß, er ist noch nicht soweit.
Lu Ting Chu stellt Liu Kang..., und tötet auch ihn! Nichts kann diesen eiskalten Killer offensichtlich aufhalten!

Zusammen mit der Mit-Schülerin Hung Ying (Tse Ling-Ling) verlässt denn Sing Chen die Schule..., und sie finden alsbald ein geeignetes Versteck.
Dort sinniert Sing Chen darüber, wie die Todeskrallen von Lu Ting Chu zu überwinden sind. Und ein subtiles, hartes Training an Holzpuppen nimmt zudem seinen Lauf.

Schließlich kommt es zwischen Sing Chen und Lu Ting Chu zum alles entscheidenden Show-Down, zum Duell auf Leben oder Tod.......


Fazit:

Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....

Im Jahre 1976 drehte Wang Yu diesen reinrassigen KungFu-Actioner mit sich selbst in der Hauptrolle für das Hongkonger Label "First Films".
In einfacher Kulisse und nüchterner Atmosphäre entstand ein klassischer Eastern..., mit leidlich spannender Rache-Story, etlichen Ausbildungssequenzen und kernigen, technisch gut umgesetzten KungFu-Fights.

Wang Yu taucht sofort und ohne Umschweife in die Geschichte ein..., es kommt sofort zum Kampf seines Meisters und ihm gegen den Bösewicht Lung Fei.
Er und sein Meister müssen fliehen..., und alles weitere im Plot baut denn die Regie ratzfatz auf. 
Die Story ist denn eh mal wieder nur ein Aufhänger für die KungFu-Action in Ausbildung und Kampf.
Wang Yu arbeitet das einfach gehaltene Script routiniert und konsequent ab..., ein vorhersehbarer, klassischer, reinrassiger Eastern für die Fans des Genres.

Wang Yu agiert als Held der Geschichte..., Lau Kar Wing als sein Partner. Beide sind unterschiedlich, Lau der ungestümere, Wang Yu der etwas bedachtere Typus. Auch das eine klassische Konstellation im Genre. 
Wang Yu denkt nach..., wie kann ich meinen Feind besiegen, der doch so unüberwindbar erscheint. Köpfchen ist gefragt..., und Wang Yu arbeitet in seinen Streifen auch überraschend ruhige Sequenzen ein. 
So während des Trainings an den Holzpuppen, oder in einer imaginären Szene, als er am Strand gegen einen Lung Fei quasi "vertretenden", maskierten Kämpfer fightet..., um über seine anzuwendende Technik zu sinnieren.
Das ist schon besonders gemacht..., und Wang Yu baut auch etwas Melancholie in den Szenen mit der Darstellerin Tse Ling-Ling mit ein.

Wang Yu´s Sidekick Lau Kar Wing..., Verwandter von Choreographen-Legende Lau Kar Leung und Shaw Brothers-SuperStar Lau Kar Fei (Gordon Liu Chia-Hui)..., sorgt denn auch dafür, dass das KungFu einen technisch stärkeren Anstrich erhält. Seine Figur ist indes impulsiv..., und damit kontrastiert er denn interessant zu Wang Yu, der gesetzter agiert.

Chan Wai-Lau spielt den Sifu solide... sein Ansinnen, die beiden KungFu-Techniken zu einer Symbiose zu führen, ist für Martial-Arts-Anhänger denn interessant, und wird hier ansatzweise skizziert.
Tse Ling-Ling ist die niedliche Darstellerin, die oft weinerlich agiert, aber dem Helden in der Endphase des Films den nötigen mentalen Halt gibt.
Bösewicht ist Lung Fei..., der das mit der nötigen skrupellosen Aura und rauer Brutalität umsetzt. 
Sein KungFu erscheint absolut unüberwindbar..., und er paktiert mit Kollaborateuren der Japaner, ist also zudem ein Verräter.

Wichtigstes ist die KungFu-Action! Es wird viel gefightet und trainiert, dies teils subtil, ich sprach es bereits an.
Es sind oft knallharte, dynamische KungFu-Fights..., und dank der Choreographien Lau Kar Wings kommt auch das Technische denn nicht zu kurz.
Im intensiven Finale muss denn Wang Yu noch in die Trickkiste greifen, um dem übermächtigen Gegner Paroli bieten zu können!

"Savage killers" ("Tiger and crane fists") ist ein kerniger, klassischer Eastern..., einfach, routiniert..., den geneigten Fan des Genres gut unterhaltend.

6,5/10. 

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