Leider keine wirkliche Freude…29.07.2023
Der Rahmen
Adam Franco arbeitet für die Regierung und liquidiert auch mal unliebsame Journalisten. Sein neuer Einsatz: er soll eine kriminelle Organisation infiltrieren, um so den Aufenthaltsort eines Terroristen aufzuspüren, der in Paris ein großes Attentat vorzubereiten scheint und schon eine Bombe gezündet hat. Während Adam nun Laufburschenarbeit für den Chef der Organisation erledigt, fasst dessen Sohn Vertrauen zu Adam. So hat der harte Agent auf einmal mehrere Aufgaben, als der Sohn entführt wird…diesen befreien, die Schwester in Sicherheit bringen, den Terroristen enttarnen und mit den Schergen des Bosses fertigwerden. Doch ein echter Kerl kriegt das alles hin, auch wenn er selbst dabei einstecken muß und nicht sicher sein kann, ob er alle Hintergründe versteht – so aber geht es auch dem Zuschauer.
Gucken oder nicht?
Ich rate eher ab.
Warum?
Alban Lenoir ist an sich eine Bank. Als er die verirrte Kugel zwei Mal gesucht hat, hatte man als Zuseher seine Freude am wie ein Rumpelstilzchen wirkenden Franzosen und verglich ihn direkt mit dem ähnlich auftretenden Jason Statham. Und nun ein weiterer, größerer Actionfilm, da kann doch nichts danebengehen, möchte man meinen. Leider irrt man da, und das liegt vor allem an der völlig sinnfreien Story, die wirkt wie ein Best-Of des Agentenfilms. Man hat viel zu viele Fäden in den Handlungsteppich eingewoben, und man bearbeitet keinen davon wirklich konsequent. Ständig passieren irgendwelche Nebensächlichkeiten, die den Film nicht voranbringen, man wartet sehr lange auf Actionszenen, und zum Schluß muß sogar noch ein wenig Politthriller als weiterer Handlungsfaden miteingebracht werden. Man verzagt als Zuschauer, denn dadurch wird der Streifen reichlich zäh und kümmert sich weniger um die Kampffähigkeiten des Hauptdarstellers, der zumeist mit einem Gewehr eingreift statt mit bloßen Händen, verschenktes Potential. So ist der Film in Summe zwar kein Totalausfall, aufgrund er längen und fehlenden Sinnhaftigkeit aber auch kein echter Genuß.
Die Note
Durch Straffung und Verzicht auf Nebenplots hätte man hier viel gewinnen können. So ist der Film zu lang und dadurch auch actionarm, das gibt es wirklich besser - 5/10.