Review

iHaveCNit: Geliebte Köchin (2024) – Tran Anh Hung – Weltkino

Deutscher Kinostart: 08.02.2024

gesehen am 10.03.2024

Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Petit – Reihe 1, Platz 5 – 15:30 Uhr

Für die diesjährige Oscarverleihung gab es wie immer eine Liste an Filmen, die von den einzelnen Ländern für die Kategorie „Best International Feature Film“ eingereicht worden sind. Bei Frankreich hätte man eigentlich denken können, dass mit „Anatomie eines Falls“ eine sichere Bank für die Verleihung hätte eingereicht werden können, doch Frankreich hat hier nicht den einfachen Weg gewählt und sich eher für Tran Anh Hungs „Geliebte Köchin“ bzw. „The Taste Of Things“ oder auch „La Passion de Dodin Bouffant“ entschieden, der mit Juliette Binoche und Benoit Magimel in den Hauptrollen aufwartet. Mit einem Monat Verspätung habe ich mir den Film nun auch gerne noch angesehen.

Seit zwei Jahrzehnten lebt die Köchin Eugenie im Anwesen des Gourmets Dodin Bouffant und gemeinsam kreiiert Eugenie für Dodin erlesene Köstlichkeiten, die renommierte Gäste schon seit Ewigkeiten in immer wieder ins Anwesen von Dodin ziehen. Zwischen den Beiden besteht eine großartige Beziehung, die vor allem für Dodin irgendwann den Drang nach mehr hervorruft in Zeiten, in denen mit der jungen talentierten Pauline eine junge Auszubildende gefunden wird, eine Einladung eines renommierten Prinzen ansteht und Eugenie mit einer unbekannten Krankheit konfrontiert wird.

„Geliebte Köchin“ ist ein sinnliches, romantisches und schmackhaftes Erlebnis, dass darüber hinaus auch noch ein wenig Poesie und Philosophie beinhaltet und sich voll und ganz auf sein Hauptdarstellerduo aus Juliette Binoche und Benoit Magimel verlassen kann, die interessanterweise auch früher einmal ein Paar gewesen sind, was die gemeinsame, spielende Chemie auf der Leinwand sehr einfach macht. In seiner Inszenierung ist der Film die französische Arthouse-Gourmet-Variante eines Food-Porns, der in eine ähnliche Kerbe schlagen kann wie Eric Besnards „A La Carte – Freiheit geht durch den Magen“. Und dieser erlesene Food-Porn ist unglaublich unterhaltsam geworden, auch wenn das schmackhafte durchaus sehr einfach verdaulich ist und der gesamte Film durchaus nicht ganz in die kritische Tiefe und Schwere geht.

„Geliebte Köchin“ - My First Look – 8/10 Punkte





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