Im Jahr 2063 ist die Erde fast vollständig überflutet. Übrig geblieben sind zwei verfeindete Kontinente und eine vor sich hin rostende Plattform mitten im endlosen Ozean: Auf diesem letzten militärischen Außenposten – 3000 Kilometer fernab der eigenen Heimat – halten drei Männer und eine Frau seit über zwei Jahren die Stellung. Ausgestattet mit einer Atombombe wartet die Crew auf die längst überfällige Ablösung. Doch niemand kommt. Sind sie besiegt oder gar die letzten Überlebenden?
Bei diesem Streifen scheiden sich die Geister. Selten hat man so viele unterschiedliche Meinungen gelesen und ich kann es auch nachvollziehen, denn hier passiert nicht wirklich viel. Eigentlich ist es ein Kammerspiel auf hoher See, was nicht jedem gefällt, daher wird diese Rezension für meine Verhältnisse relativ subjektiv.
Fangen wir zuerst mit den Schauspielern an, denn die wissen durchaus zu gefallen, auch wenn Frau Bosworth (wie immer) darstellerisch überschaubar bleibt. Dafür mimt Thomas Kretschmann den fiesen Chef grandios und auch die anderen beiden Darsteller machen einen guten Job, wenn auch die Affäre der zwei Protagonisten ein wenig weit hergeholt ist. Ersteres ist aus meiner Sicht auch ein wichtiger Bestandteil eines solchen Filmes, denn wenn die Darsteller abkacken, wird aus so einem Film ganz schnell mal totaler Schrott.
Spätestens als das vermeintliche Rettungsschiff auftaucht, empfand ich den Streifen aber als durchaus spannend und auch die weiteren Entwicklungen waren schwer vorherzusehen. Genauso wie die Auflösung des ganzen, die ich erstaunlich pfiffig fand. Dazu gibt es immer wieder mal kleine, aber feine Wendungen.
Dazwischen dominieren aber eher Dialoge und die Action hält sich doch stark in Grenzen, Von der Machart erinnerte das ganze mich persönlich ein wenig an DER TOD UND DAS MÄDCHEN von Polanski - nur eben auf einer Plattform auf hoher See.
Mir persönlich gefallen diese Art von Filme, ich kann aber auch nachvollziehen, wenn es Leute gibt, denen das zu langweilig, weil eben sehr dialoglastig ist. Daher ist die recht gute Bewertung meinerseits diesmal deutlich subjektiver als sonst.