Nicht unspannender, aber wenig plausibler und merklich altbackener Thriller, der einige Punkte sehr schnell abhakt und andere - uninteressante - ziemlich auswälzt, wodurch er zwischendurch mehr als Psychodrama zu kennzeichnen ist, ein recht simples aber.
Eine Frau [ Barbara Stanwyck ] hat nachts beobachtet, wie ein Mann [ George Sanders ] auf der anderen Strassenseite eine Frau erwürgt. Sie informiert sofort die Polizei, die aber nicht die schnellste [ und schlaueste ] ist, so dass weder Leiche noch Spuren eines Kampfes aufzufinden sind.
Während die Frau weiter auf ihrer Beobachtung beharrt und eigenen Initiativen nachgeht, ist der Mörder aber auch nicht untätig, und stellt durch einige Tricks die Zeugin als unzurechnungsfähig dar, so dass sie auch für kurze Zeit in die Psychiatrische eingewiesen wird. Als sie da aber wieder herauskommt, reicht ihm das noch nicht, er eröffnet ihr, dass er sie töten wird. Und keiner glaubt ihr.
Schon von Anfang an wird hierbei die Spannung über die Logik gestellt, wobei damals vielleicht die Leute noch so leicht zu packen waren, heute haben wir aber 50 Jahre später, da klappt das nicht mehr so simpel. Die Leiche wird z.b. einfach aus dem Raum raus und in eine leerstehende Wohnung nebenan geschleppt; wobei ein herankommender Fahrstuhl ängstlich sekundenlang beobachtet wird, die Leiche im Arm. Spurensuche findet gar nicht statt, dabei sind diese so offensichtlich, dass der Täter sogar noch vor Augen der Polizei sie zu verwischen versucht. Die Polizei selbst tut nichts konstruktives, ausser der Zeugin einen Traum einzureden. Als diese unsicher wird - und sie ist sehr oft unsicher, ob Einbildung oder Realität, einziges Gesprächsthema -, folgt prompt die nicht freiwillige Einweisung, wodurch man auch in den Genuss eines Catfightes kommt, und Juanita Moore ihren
Auch schien damals das Eindringen in fremde Wohnungen sehr einfach gewesen und zur Tagesordnung gehörend sein, sowohl Täter als auch Zeugin spazieren öfters im fremden Terrain.
Am Ende offenbart sich der bis dahin noch recht normale Täter - Mord scheinbar aus Gier, Verlobung mit einer schwerreichen Gspusi steht an - als komplett entrückt, sein Motiv ist nämlich die Weltherrschaft [ "Was jener [ Caesar ] als Führer von Nationen begonnen hat, werde ich durch meine Lehre vollenden, zum Heile des ganzen Erdkreises" ], was beim ersten Hören schon leicht zu Lachanfällen führt.
Der Showdown selbst ist nur noch peinlich dann, Ehrenrettung kommt durch den Handlungsort, einen im Bau befindlichen Wolkenkratzer.
Wenig glaubwürdig , und deswegen eher ein ärgerlicher Film.