Der USP des ersten MEG war ein Megalodon. Der des zweiten Teils ist auf den ersten Blick Regisseur Ben Wheatley, eigentlich bekannt für etwas anspruchsvollere Indie-Genrekost wie KILL LIST, SIGHTSEERS oder HIGH-RISE.
Aber offensichtlich ist es bei einer solchen Filmreihe völlig schnurz, wer auf dem Regiestuhl sitzt, die Animatoren hatten hier sichtlich die wichtigere Funktion. Nun kann man MEG 2 zwar vieles vorwerfen (z. B. zu viel CGI, zu doof), aber nicht, dass er einfach den ersten Teil wiederholen würde.
Im Gegenteil: In einem großen Part des Films spielt der Haifisch (eigentlich: die Haifische) gar keine Rolle, da sehen wir stattdessen eine Art Unterwasser-SciFi, bei dem unsere Helden gegen alienartige Riesenpiranhas kämpfen, gefolgt von einem typischen Statham-Actioner mit Ballerei auf Boot, bis es dann am Schluss in den JURASSIC PARK geht, inklusive Ersatzvelociraptoren und Mega Shark vs. Octopus.
Es geht also rund – nur ein runder Film wird nie daraus. Aber kann ein Film, in dem Jason Statham auf einem Jetski mit explosiven Speeren Riesenhaie jagd, denn wirklich schlecht sein? In dem Fall doch, leider ja.