Fünf Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers kümmert sich Tiefseetaucher Jonas Taylor - wenn er nicht gerade auf rabiate Art und Weise gegen Umweltsünder vorgeht, die da die Ozeane mit Giftmüll verschmutzen - nach dem zwischenzeitlichen Tod der Meeresforscherin Suyin um seine Stieftochter Meiying und ist auch immer noch in ein Projekt zur Erforschung des Marianengrabens involviert, welches von der wohlhabenden Hilary Driscoll finanziert wird. Bei einem Tauchgang auf den Grund des Meeresbodens kommt das Team dummerweise dahinter, dass die Driscoll in Wahrheit nur auf die wertvollen Mineralien scharf ist, die sie dort unten illegal mittels einer geheimen Untersee-Station abbauen lässt. Der Versuch, die unliebsamen Mitwisser zu beseitigen, schlägt fehl, doch stattdessen gelingt es drei ausgewachsenen Megalodons sowie einigen weiteren urzeitlichen Viechern, an die Wasser-Oberfläche zu gelangen, wo sie sich prompt über die Touristen hermachen, die da auf einem Island-Resort chillen. Taylor muss wieder ran und den Tag retten... Weiß der Geier, wie die Produzenten auf die Idee gekommen sind, die Fortsetzung zu dem 2018er-"Meg" ausgerechnet Ben Wheatley zu überantworten, der sich durch einige abseitige britische Low-Budget-Streifen wie "Kill List" und "A Field in England" aus meiner Sicht nicht unbedingt als erste Wahl für 'nen Effekt-lastigen Möchtegern-Blockbuster empfohlen hat... andererseits ist ja bereits der erste Film mit dem gänzlich genrefremden Jon Turteltaub am Ruder weltweit zu einem Erfolg geschwommen, also was weiß ich schon? Zumindest ist die Absicht der Macher, ihr Publikum fair zu bedienen und sämtliche Erwartungen, die man so an dieses Sequel stellen könnte, auch zu erfüllen, da schon früh spürbar, denn "Meg 2: Die Tiefe" beginnt direkt mal mit jener Szene aus dem ersten Buch, in der ein Megalodon einen T-Rex frisst und die man sich kurioserweise beim Vorgänger verkniffen hat... und die ergo auch flott die Richtung für das vorgibt, was da im Anschluss noch folgen soll: Aquatischer Riesen-Monster-Trash mit Mega-Haien und anderem prähistorischen Getier, der sich von 'nem vergleichbaren The Asylum-Streifen nur durch das verballerte Budget unterscheidet! Leider, leider hat man dieses Mal aber zudem auch den Versuch unternommen, die Monster-Movie-Masche mit einem handelsüblichen Jason Statham-Actioner zu kreuzen und den Star nicht nur gegen ein paar Riesenhaie, sondern auch die übliche Henchmen-Mischpoke antreten zu lassen... und irgendwie geht die Rechnung nicht auf, denn sowohl die Auftritte der CGI-Megalodons als auch die knappen Fights und Martial-Arts-Einschübe sind inszenatorisch öde gehändelt und verbreiten da nichts als Langeweile. Gänzlich drunter und drüber geht es dann im Schlussdrittel auf der Insel zu, wenn sich zu dem ganzen Remmidemmi auch noch ein Riesen-Octopus und ein Rudel fleischfessender Dinosaurier gesellen, was einem doch 'ne Idee davon vermittelt, wie ernst man das alles zu nehmen hat. So wirklich Spaß hat man bei diesem über Gebühr aufgeblasenen B-Movie-Schmonzes aber leider nicht, denn dazu gibt sich die Chose in Hinsicht auf 'ne sichere Jugendfreigabe in jeder Beziehung doch erheblich zu handzahm... und selbst dem bereits eh nur durchschnittlichen Vorgänger, der aber zumindest unter reinen Mainstream-Gesichtspunkten okay war, kann man nicht mehr das Wasser reichen. Als erneute chinesisch-amerikanische Co-Produktion schielt auch dieses Sequel übrigens wieder primär auf den asiatischen Markt... und auffälligerweise wurden da viele Passagen in Mandarin für ein internationales Publikum nicht synchronisiert, sondern im O-Ton mit Untertiteln belassen, was ja irgendwo auch eine Ansage ist. Wer hofft, dass hiernach Schluss ist, den muss ich wohl enttäuschen, denn das internationale Einspielergebnis ist da immer noch akzeptabel und es gibt da ja noch ein paar weitere, schlechte "Meg"-Romane von Steve Alten, die man ebenfalls verfilmen kann...
3/10