2002: Während der regionalen Cheerleader-Meisterschaft wird die junge Sandra, Mitglied der "Diabolos", von ihrer Team-Kollegin Becca während eines besonders spektakulären Kunststücks absichtlich fallen gelassen und bricht sich das Genick, woraufhin ein absolutes Stunt-Verbot für Cheerleader auf dem Schulgelände ausgesprochen wird. Zwanzig Jahre später möchte die nächste Generation der "Diabolos" für die erneut anstehende Meisterschaft der Konkurrenz aber doch gerne was entgegensetzen, weswegen man auf die Idee kommt, über das Halloween-Wochenende heimlich in der stillgelegten Elk Moore High School am anderen Ende der Stadt zu trainieren. Während die junge Abby und ihre Freunde sich die Tricks und Choreografien draufpacken, geht jedoch unbemerkt ein Killer im Teufels-Kostüm des Diabolo-Maskottchens in den Korridoren des Gebäudes um, der es auf die Kids abgesehen hat... Gab's das schonmal, dass eine Filmreihe nach einigen Fortsetzungen spontan komplett das Genre gewechselt hat? So wirklich in den Sinn kommt einem da nur der fünfte "Dirty Harry"-Streifen "Das Todesspiel", der dank Serienkiller-Sujet und Film-im-Film-Verweisen damals doch recht heftig mit dem Horror-Genre kokettiert hatte... nun ja, jedenfalls wandelt der vorliegende siebte Teil der Cheerleader-Franchise "Girls United" (die es nach vielen Direct-to-DVD-Sequels nun auf den amerikanischen Syfy-Channel verschlagen hat) jetzt vollumfänglich auf Teenie-Slasher-Pfaden. Die Zielgruppe der pubertierenden Mädels hat man deshalb aber nicht unbedingt aus den Augen verloren, denn "Tanz oder Stirb" ist leider ein (in jeder Beziehung) ziemlich blutleeres Filmchen geworden, welches zwar gerne nochmal die Zeiten von Wes Cravens "Scream - Schrei!" hochleben lassen würde (sprich: relativ unernst gehändelt, mit sanfter Ironie und Augenzwinkern), innerhalb dessen abgeranzten Handlungs-Korsetts die aufwendigen Cheerleader-Choreos allerdings einen höheren Stellenwert haben als ein spektakulärer Body-Count... und so machen die recht zahlreichen Morde leider durch die Bank nicht viel her, während die finale Auflösung wirklich nur noch tiefverbeugter Quatsch ist. Bestenfalls kann man das Ganze da noch halbwegs akzeptieren, wenn man sich vor Augen hält, dass die Angelegenheit wohl eher zur Bespaßung für die grusel-willige Kiddie-Crowd zur Spooky Season gedacht sein dürfte und nicht für beinharte Genre-Die-Hards. Für die Besetzung der Darsteller war ein gewisses athletisches Talent zudem definitiv ausschlaggebender als das schauspielerische (man beachte die Trainings-Outtakes im Abspann), um es mal halbwegs positiv auszudrücken. Aber hey, was soll's, es ist ja nicht so, als ob es irgendeinen Cheerleader-Slasherfilm-Standard gäbe, dem man gerecht werden müsste, oder...? Ein "Bloody Pompoms" war damals ja auch schon nicht der Bringer...
4/10