Inhalt:
China, vor wohl 100 Jahren. Chang Fu Chuan (Tong Kam-Tong) wird an einem Strand von mehreren Männern getötet.
Diese gehören zur Security des örtlichen Casinos, dass offiziell von der schönen "Beauty" (Tso Yen-Yung) geleitet wird, der wahre Boss ist jedoch der so brutale wie skrupellose Wang Fei Lung (Tien Yeh).
Ein Freund des Getöteten, der KungFu-Fighter Lin Ming Jing (Raymund Lui Shing-Gung) untersucht dessen Tod. Es erscheint klar, dass das Casino etwas mit dem Tod Chang Fu Chuans zu tun hat.
Dort setzt Lin seine Ermittlungen an, und Wang will den so unbequemen wie kampfstarken "Schnüffler" alsbald los werden. Doch bleibt Lin in allen Kämpfen siegreich und an dem Fall dran.
Daraufhin engagiert Wang den gefährlichen Auftrags-Killer Fong Tieh June (Lin Chong).
Es kommt zum gnadenlosen Duell der beiden..., auch hier bleibt Lin Ming Jing der Sieger.
"Beauty" spielt indes ihr eigenes, doppeltes Spiel. Ihr heimlicher Geliebter ist Ta Piao (Tong Lung), der jedoch für den Police-Captain Kao (Lu Ping) arbeitet. Dieser will die Bande von Wang von innen her zerschlagen. Das Casino ist nur Tarnung, es geht um Drogenhandel in großem Stil.
Kao will die Bande zerschlagen, Lin Ming Jing seinen Freund Chang Fu Chuan rächen, und "Beauty" mit Ta Piao sowie wohl jeder Menge Geld türmen.
Eine Spirale des Todes ist in Gang gesetzt...!
Kritik:
Tja, was hätte das für ein Super-Eastern werden können?
Die knallharte KungFu-Action, klasse Fights mit kernig-brutalem, dynamisch-intensivem, rassig-agilem KungFu auf der einen Seite, richtig stark!
Und auf der anderen Seite eine eigentlich so einfache, wie aber auch wirr-konfuse Handlung, durch die man am Ende nicht mehr durchsteigt, weil die Regisseure Chan Lit-Ban und Wu Min-Hsiung in den letzten 20 Minuten total den Faden verlieren.
Schade, sehr schade.
Eigentlich läuft die Story bis dahin zwar ebenfalls wirr aber mit einem noch relativ vorhandenen roten Faden ab.
Der Held ist Raymund Lui, der Villain ist Tien Yeh, die bildschöne Tso Yen-Yung der intrigante Vamp, und ein Duell Lui vs. Tien ist vorprogrammiert.
SO hätte das ablaufen müssen, dann wäre alles okay und durch die Mega-KungFu-Action auch mehr als passabel gewesen.
Doch dann verliert sich der Film zwar in einem Strudel der Gewalt, aber auch in einem Strudel des Wirrwars wer da gegen wen am Ende fightet.
Die Fight-Konstellation mit Männern, die zuvor kaum mit der Storyline zu tun hatten, ist für den Betrachter am Ende nicht nachvollziehbar, und somit letztlich enttäuschend.
Das zieht leider diesen Eastern insgesamt runter, da nützt die tolle KungFu-Fightaction schließlich herzlich wenig.
Ich fragte mich, welcher Teufel die beiden Regisseure da geritten hat.
Hat es an der Fassung gelegen? Mir liegt eine Fassung von lediglich 71 Minuten Laufzeit vor, die etwas abgehackt erscheint. Tja, ich weiß nicht.
Die mangelhaft in Szene gesetzte Storyline, mit nicht nachvollziehbarer Endfight-Konstellation, macht aus "The Iron Profligates" einen wenig gelungenen Eastern, auch wenn die KungFu-Action (eigentlich das Wichtigste in einem Film dieses Genres) rockt.
Eine gute Note vergibt da dieser Streifen leider, denn mehr war da absolut drin.
Der Film, auf Taiwan gedreht, hat die typische Atmosphäre eines B-Eastern, nüchterne Kulissen, meist outdoor, und indoor spartanische Echt-Sets.
Alles kostengünstig gehalten, dafür ackern die Darsteller:Innen ihre Rollenbilder durch, will die Regie Intensität auf die Leinwand bringen.
Okay, wenn nicht die eigentlich einfach zu händelnde Handlung so konfus inszeniert und am Ende gar der Faden verloren gegangen wäre.
Die Darsteller:Innen können insgesamt überzeugen, an ihnen lagen die Mängel nicht.
Raymund Lui Shing-Gung ist der Held und Rache-Engel, der das lässig-cool darstellt. Warum nicht gerade ER am Ende fightet, bleibt schleierhaft.
Tien Yeh der typische Villain, skrupellos-brutal in seiner Aura, zum Duell mit Raymund Lui kommt es nicht, tja, Mist.
Lin Chong als so arroganter wie eiskalter Auftragskiller spielt das gekonnt.
Eigentlicher Star ist indes die Darstellerin Tso Yen-Yung als so verrucht-eitler wie aber auch durch innere Einsamkeit und letztlich unerfüllte Liebe eine brüchige Weiblichkeit aufweisender Vamp. Das ist darstellerisch schon relativ überzeugend, und gehört zu den Pluspunkten dieser Produktion.
Und Tso Yen-Yung ist bildschön, eine äußerst attraktive Actrice. Ich habe wohl selten so eine hübsche Chinesin gesehen, ich würde sie nur dann von der Bettkante schieben, stünde stattdessen für mich ein Mega-Dreier mit Mikayla Demaiter und Alica Schmidt in Aussicht (äh, was Wunder, kann MANN nachvollziehen).
Das Wichtigste ist hier die klasse Mega-KungFu-Action gleichwohl sie die Story-Schwächen gerade im finalen Segment, nicht zu übertünchen vermag.
Man sollte sich "The Iron Profligates" nur wegen der rassigen, knallharten KungFu-Fights ansehen.
Dynamisches, intensives KungFu, rasante und brutale Fights, klassische Techniken rau dargeboten, so wird richtig, realistisch KungFu gekämpft.
Kernig-intensiv-dramatisch-knallhart..., geile KungFu-Fightaction.
Doch durch wirr-konfuse Handlungen, und vor allem eine unlogische personale Konstellation im Endfight-Segment, bleibt auch der eingefleischte Eastern-Fan nach "The End" unbefriedigt zurück.
Schade, war mehr drin.
Noch 5/10, vor allem für die KungFu-Action und Hauptdarstellerin Tso Yen-Yung.