iHaveCNit: Joy Ride – The Trip (2023) – Adele Lim – Leonine Studios
Deutscher Kinostart: 24.08.2023
gesehen am 01.09.2023
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 21:30 Uhr
Nach einer persönlichen Kinopause gab es für mich natürlich einiges nachzuholen. Mein mehrtägiger Trip nach Helgoland war eine Joy Ride. Da passt es doch, dass ich mir als ersten Film nach dieser Kinopause Adele Lims „Joy Ride – The Trip“ im Kino ansehe. Eine unterhaltsame, kompakte Komödie zum Einstieg passt ja immer.
Auf einem Spielplatz passiert es. Die von Amerikanern adoptierte Asiatin Audrey trifft dort auf die gleichaltrige Asiatin Lolo. Aus den Beiden werden beste Freundinnen. Während Lolo einen sehr skurrilen künstlerischen Weg eingeschlagen hat, ist Audrey eine sehr ehrgeizige Anwältin geworden, die aktuell einen sehr wichtigen Termin in Peking hinter sich bringen muss. Da kommt ihrer besten Freundin Lolo die Idee, dass doch damit zu verbinden, auf Spurensuche von Audreys Vergangenheit zu gehen. Noch ahnt Audrey nicht, dass der Trip damit schon sehr schnell aus dem Ruder zu laufen scheint. Nicht zu vergessen, dass Lolo noch eine Bekannte namens Deadeye mitnimmt und Audrey dort noch eine Freundin aus dem College und mittlerweile große Schauspielerin Kat trifft.
„Joy Ride – The Trip“ ist eine sehr kompakte und rasante Komödie, die auch ohne großartigen Leerlauf auskommt. Das Thema Identitätssuche in Kombination mit einem Roadtrip unter einer Gruppe von Frauen ist ja grundsätzlich nicht neu, aber Adele Lims Film gibt uns hier die Perspektive von asiatisch-amerikanischen Personen und in diesem Sinne von Frauen und pendelt hier zwischen einer feinen Beobachtungsgabe und klischeehafter, teils sehr platten Überspitzung diverser Klischees und auch der Einbindung von anti-asiatischem Rassismus. Gerade wenn es um das Thema Identitätssuche geht, fällt mir aus diesem Jahr besonders noch Davy Chous „Return To Seoul“ ein, der hier einen wesentlich feineren und interessanteren Einblick gegeben hat. Die humoristische Schwester im Geiste „Joy Ride – The Trip“ bietet dagegen eine unterhaltsame Gruppe aus Frauen, in deren Ensemble Ashley Park, Sherry Cola, Sabrina Wu und die zuletzt oscar-nominierte Stephanie Hsu eine tolle Dynamik liefern und auch der Humor und die Gags sind sehr unterhaltsam, auch wenn mich nicht jeder Gag und jede emotionale Situation des Films bekommen hat, war der Film schon eher etwas in die Richtung, was ich als „Joy Ride“ bezeichnen würde.
„Joy Ride – The Trip“ – My First Look – 7/10 Punkte.