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Bei diesem italienischen Erotikthriller/-drama hat die sexuelle Revolution der 68er voll zugeschlagen: Man wollte wohl so viel Anrüchiges hinein packen wie nur möglich. Darum dürfen die dekadenten Bootsurlauber zu entsetzlich schwülstiger Musik ihre gefährlichen Spielchen treiben, spannen, ehebrechen und sogar morden. Ein geistig zurückgebliebener und gefügig gemachter Handlanger ist obendrein auch an Bord. Doch kaum etwas von dem, was sich auf dem Kahn abspielt und seinerzeit vielleicht als freizügig oder gar als Tabubruch galt, kann heute noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Heutzutage wirkt die Möchtegern-Orgie allenfalls albern und unbeholfen. Einzig und allein die Sodomieszene an Land mit der kleinen Ziege, obwohl nur angedeutet, ist noch immer gewagt. Erst in den letzten 20 Minuten, als die Stimmung kippt und es ernster zugeht, zeigt sich, welches Potential wirklich in dem Stoff gesteckt hätte.

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