Inhalt:
China, vor wohl 100 Jahren. Chi Yung (Yu Ching-Lung) ist ein ungestümer junger Mann und hervorragender KungFu-Fighter. Leider wird er immer wieder in Kämpfe und Streitereien verwickelt, sehr zum Leidwesen seiner Mutter.
Verheiratet ist Chi Yung mit der unsicher-ängstlichen Chiu Lan, die alsbald in den Blick eines gefährlichen, brutalen und skrupellosen Triaden-Boss gerät.
Ting (Miao Tien) ist dieser Boss, dessen Bande sich vor allem auf das Bordell des Ortes stützt.
Ting macht Chiu Lan betrunken, und missbraucht sie dann. Er behandelt sie danach, als wäre sie sein Eigentum. Nach einem weiteren Missbrauch, wird Chiu Lan von Ting brutal erstochen...!
Chi Yung will den Tod seiner Frau rächen, es kommt zum Kampf mit Ting, doch ist die Zahl der Schergen so groß, dass Chi Yung nicht die geringste Chance hat.
Gerettet wird Chi Yung durch eine junge Dame, die ebenfalls ein klasse KungFu beherrscht, die schöne Wei Lin (Wang Ping).
Wei Lin wird zur neuen Gefährtin Chi Yungs. Dieser ist nunmehr auf der Flucht vor den Schergen Tings, ein taubstummer junger Mann (He Ming-Hsiao) unterstützt ihn dabei.
Tings Männer versuchen Chi Yung in ihre Hand zu bekommen, als sie dessen Mutter in ihre Gewalt bringen.
Doch gelingt es Chi Yung seine Mutter zu retten, und er ist danach wieder auf der Flucht. Der Taubstumme kommt gegen die Villains zu Tode.
Um die Zahl der Schergen von Ting zu dezimieren, greifen Chi Yung und vor allem Wei Lin zu einer List:
In Männerkleidung erscheint Wei Lin im Bordell der Gangster, und nimmt sich diese vor. Und sich dann als eine der Prostituierten ausgebend, kann sie vor allem einen (Chen Shen-Lin) der gefährlichsten der Bande eliminieren.
Auch Chi Yung, der sich als Rikscha-Mann tarnt, kann einen der Schergen Tings zur Strecke bringen.
Schließlich kommt es zum Show-Down im Bordell, und später unter freiem Himmel zum gnadenlosen Duell zwischen Chi Yung und Ting..., nicht ohne weiblichen Beistand für Chi Yung.
Ein Kampf auf Leben oder Tod!
Kritik:
Im Jahre 1973 drehte Regisseur Tsai Shi-Chang für die Studios von "Yi Xing Film Industry Group" diesen relativ unbekannten dafür knallharten KungFu-Actioner, als solide-routinierten, klassischen Eastern für die eingefleischten Fans des Genres.
In schlicht-schäbiger Echt-Kulisse outdoor, und spartanisch-altchinesischen Sets indoor, entstand ein kostengünstiger KungFu-Actioner mit einfacher Rache-Story, im Wesentlichen überzeugenden Darster:Innen und natürlich jeder Menge eisenhart-brutaler KungFu-Fightaction.
Die Story ist denn natürlich ziemlich simpel -Frau des Helden wird von einem brutalen Triaden-Villain getötet, der Held im Verbund mit einer neuen ihm assistierenden Gefährtin nimmt Rache-, wird jedoch anfangs etwas verschachtelt dargeboten.
So wird der Held von der Neuen an seiner Seite eingangs gerettet, und dann erfährt der Betracher erst im Nachhinein warum es dazu kam.
Das macht den Film auch etwas inkohärent wirkend, doch läuft sich das alles dann noch so zurecht.
Ein Kampf folgt dem anderen, eine KungFu-Schlägerei folgt der nächsten.
Und am Ende dann ca. 20 Minuten KungFu-Action-Total mit einem dynamisch-brutalen Show-Down, so soll das sein.
Ein reiner, puristischer KungFu-Film, der voll auf die Action-Karte setzt.
Dass die Story da etwas auf der Strecke bleibt, ist genre-typisch und der Eastern-Fan nimmt das in Kauf, solange alles verständlich und spannend ist und bleibt.
Yu Ching-Lung ist hier der Held, ungestüm und eben somit nicht der coole Super-Hero, das macht seine Figur aber durchaus sympathisch und echt-authentisch.
Yu spielt das somit überzeugend, und prügelt sich letztlich durch diesen Film, durch den er bzw. seine Figur -da ständig auf der Flucht- auch hetzt.
Somit stimmt natürlich auch das Tempo in diesem Eastern.
Miao Tien -Kopf einer Vielzahl stereotyp gezeichneter Schurken- ist der oberste Villain und somit Gegenspieler des Helden.
Die brutal-eiskalte und skrupellose Aura dieser Figur ist Miao Tien ins Gesicht geschrieben, und der Darsteller spielt das mit all seiner Routine.
Miao Tien, ja in zahllosen Villain-Rollen im Eastern-Business gestählt.
Und er fightet stark, verlangt im Finale unserem Helden alles ab.
Man(n) sieht in diesem Eastern auch viele junge, sehr attraktive Actricen, chinesische Schönheiten, die sich vor allem im Bordell der Bösewichte tummeln.
Die mir leider namentlich unbekannte Darstellerin der "Chiu Lan", völlig unsicheres und verzweifeltes Vergewaltigungs- und Mordopfer, die somit die Rache-Motivation hier bietet, spielt das unglaublich tapfer
Aber eine ragt natürlich heraus: Wang Ping.
Sie ist die Neu-Gefährtin des Helden, behält kühlen Kopf, agiert listig im finalen Segment des Streifens, und sie kämpft ein beherztes, agiles und vor allem klassisches KungFu.
Sie spielt stark und ist irgendwie der eigentliche Star dieses Eastern.
Und sie ist eine der attraktivsten Actricen im Eastern-Sektor, wirklich bildschön. Ich würde Wang Ping wirklich nur dann von der Bettkante wegschieben, wäre ich mit Mikayla Demaiter liiert.
Das Wichtigste ist natürlich die KungFu-Action in diesem eisenharten Eastern-Film.
Knallharte Fight-Action, zahllose Kämpfe durchziehen diesen Streifen, dynamisch-intensiv und zunächst überraschend klassisch in den gezeigten Techniken.
Dann wird der Stil etwas rauer, doch sind die KungFu-Techniken immer noch klar erkennbar: SO wird richtige gekämpft, und die KungFu-Fightaction ist somit realistisch, und natürlich auch von den Klassikern Bruce Lee´s jener Zeit inspiriert.
Die letzten ca. 20 Minuten ist KungFu-Fightaction-Total angesagt, das Dubbing (Geräuschkulisse) ist schön brachial, die Kämpfe kompakt-intensiv und brutal.
Mit "Wild Tiger" macht der Fan des klassischen Eastern nichts falsch.
Ein typischer, einfacher und knallharter KungFu-Actioner als gediegen-routinierte Unterhaltung "für Zwischendurch" für den eingefleischten Eastern-Fan.
Knappe aber verdiente 6 von 10 Punkten stehen zu Buche.