Review

Unter der Hütte einer Hinterwäldler-Familie öffnet sich ein Portal zur Hölle. Nur durch ein uraltes Ritual kann dieses wieder verschlossen werden. Nicht nur, dass dafür 666 Menschenopfer notwendig sind, auch ein uraltes Wesen ist durch das Portal entkommen. Die Familie macht sich drauf und dran, das Ritual zu vollenden.

Gleichzeitig sucht ein junger Nann seinen vermissten Bruder mit Hilfe der Ranger. Ein gutes Rezept für ein Blutbad. Gerade, da es das Wesen auch noch gibt.

Hillbilly Holocaust tut gar nicht so, als wäre er mehr, als er ist: ein gut einstündiger Backwood-Splatter ohne tiefgründige Handlung oder wirklicher Spannung, dafür aber viel Geschmodder. Genau gesagt also nicht mehr so ganz mein Metier. Dennoch gibt es auch in dem Bereich immer mal wieder Filme, die mir Spaß machen.

Hillbilly Holocaust kann sich getrost zu denen zählen. Frei nach dem Motto "stumpf ist Trumpf" wird hier saftig drauf los gesplattert. Headshots, Enthauptungen, Äxte in den Dötz, abgetrennte Körperteile, zermatschte Köpfe - blutig ist es, die Effekte sind für das (kaum vorhandene) Budget ordentlich gemacht und das Ganze bietet geneigten Fans viel Fun, da der Film auch nicht versucht Grenzen zu überschreiten und zwanghaft "sick" zu sein. Dazu drönt neben Deathgrind (zum Glück mag ich sowas auch gerne mal) auch mal etwas atmosphärische Musik aus den Boxen.

Handwerklich ist der Film natürlich keine Meisterleistung, aber soweit auch sehr ordentlich gefilmt, geschnitten und inszeniert. Die Schauspieler sind allesamt Laien, passen so aber ganz ordentlich zum eher lockeren Ton des Films und peinliche Ausfälle gibt es zum Glück keine. Gelungen ist tatsächlich die Ausstattung in Form von glaubhaften "Kostümen".

Kurzum:

Stumpfer, aber spaßiger Low-Budget-Splatter, der ordentlich gemacht ist, ein hohes Tempo bietet und die Laufzeit nicht überspannt. 

Details
Ähnliche Filme