Der junge Sean ist ein naiver und skrupelloser Mensch, der sich durch kleine Jobs über Wasser hält. Alles ist ihm Recht und so kommt es gerade für eine Baufirma gelegen ihn als Auftragskiller und Spion zu engagieren. Für 13.000 Kröten soll er einen Gutachter des Stadtrates von der Bildfläche verschwinden lassen, doch dieser Wunsch war bloss eine überhebliche Äusserung um Sean zu testen. Nachdem er den vermeintlichen und sittlichen Familienvater jedoch wirklich tötet, muss Sean die grösste Tortur seines Lebens erleiden. Doch er wird Rache üben.
(Spoiler)
King of the Ants ist ein wirklich ungewöhnlich und gut strukturierter Film, der einen vollkommen an den Eiern packt, während man unerwartend den Film betrachtet. Aufgrund der eigentlichen Produktionsfirma The Asylum, die für grottige Filme wie Shapeshifter bekannt ist, erwartete ich eigentlich gar nichts, nur die Regiearbeit des Splatterpapstes Stuart Gordon lässt dann wieder aufhorchen und so begibt man sich auch auf eine ungewöhnliche und vorallem packende Reise des jungen Sean, der als scheinbarer Sündenbock die grausamen Seiten des Lebens erleben muss. Dieser knallharte Torture & Revenge Streifen verpackt die ganze Dramatik so gekonnt und inszeniert die ganzen Handlungswendungen so haarscharf explizit, dass man damit zu kämpfen hat die ganzen Ereignisse zu verdauen. Der Gipfel des ganzen sind dann aber wirklich die Folterszenen, in denen Sean mit dem Golfschläger langsam und quälend, Tag für Tag gefoltert wird. Ihm wird nahezu sein Gehirn aus dem Kopf getrümmert, bis er elendig an diesem Horrortrip zugrunde geht. Der Zerfall und die Verelendung seiner Person wird dabei nur zu glaubhaft dargestellt und so ist es auch kaum verwunderlich, dass er bald mit seiner Rache beginnen wird. Allen voran, der sein Leid mit ihm teilen soll, der dicke Duke, der erstmal sich von seiner Halsschlagader verabschieden muss. Der skruppellose Gipfel ist aber dann schon bald das Unterfangen das sich Sean als nächstes hingibt. Von Gewissensbissen geplagt, dass er einen scheinbar unschuldigen Familienvater emordet haben soll, gibt er sich der einsamen Witwe hin und kümmert sich um sie. Sie scheint etwas zu verbinden, doch seltsam ist dabei bloss, dass sie nichts hinterfragt, bis sie seine Akten findet. Ein wahrliche Achterbahn an Story und im Falle von Stuart Gordon ist das auch alles schön verpackt. Intelligent ist der Film ohnehin, schafft er den Spagat zwischen möglichen Motiven, dem Sinn und dem Übel das unser belangloses Leben begleitet und wiederfährt und kann dadurch nur zu deutlich herausfiltern, dass unser Leben genauso belanglos und bedeutungslos ist, wie die Taten, ob jetzt falsch, richtig oder gerechtfertigt, die wir vollführen.
Wie Ameisen in einer grossen kranken Welt.
Fazit:
Gut strukturiertes Drama und Torture & Revenge Epos, dass dabei sein Niveau nie verliert, immer glaubwürdig ist und noch vollkommen sinnbildlich und intelligent präsentiert wird.
83%