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Dog lebt sein Leben alleine in New York. Das möchte er ändern und bestellt sich einen Roboterfreund via Postversand. Dieser ist nach Lieferung auch schnell zusammengebaut und schon spazieren die beiden fröhlich durch die Stadt, haben eine schöne Zeit, Dog ist happy. Eines Tages steht ein Ausflug zum Strand an und dieser endet in einer ungewollten Trennung, mit welcher beide unterschiedlich umgehen müssen

In diesem New York der 1980er Jahre erzählt der von Pablo Berger nach der Vorlage von Sara Varon inszenierte Animationsfilm eine Geschichte über Freundschaft oder vielleicht auch Liebe, Verlust und Neuorientierung. Die Themen sind universell und lassen sich einfach nachvollziehen, wobei die aufgrund der anthropomorphisierten Tierwelt kindlich anmutende Präsentation nicht auf mangelnde Tiefe schließen lassen sollte.
Dazu kommt „Robot Dreams“ ohne gesprochene Worte aus. Alleine durch die Mimik, Gestik und Handlungen der Figuren transportiert der Film seine Geschichte und auch durch die jeweils verwendete Musik findet eine Einordnung statt. Die beiden Handlungsstränge der Hauptfiguren zeigen dabei im Wechsel ein Erleben und den Umgang mit der vergehenden Zeit, dies sowohl mit Humor als auch mit Melancholie.

Und so schön das auch gestaltet ist, mäandert das im Mittelteil etwas, hier und da etwas Straffung hätte dem Streifen nicht geschadet. Dafür bekommt man phantasievolle Einfälle, Reverenzen an diverse Filme und eine lebendige, emotionale Welt präsentiert. Stilistisch dominieren die klaren Linien, das reicht trotzdem für ausdrucksstarke Darstellungen.

Vom Suchen und Finden einer tiefen Verbindung erzählt „Robot Dreams“ auf seine wortlose und doch expressive Weise. Ein schöner Film über Freundschaft und das Kommen und Gehen von diesen im Leben, von Begegnungen und ihrem Nachhall.

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