Review

Ein Kunstwerk

Schon „Into The Spiderverse“ war ein Hammer. Künstlerisch, erzählerisch, episch. „Across The Spiderverse“ setzt nun als Mittelteil einer der wahrscheinlich besten Trilogien aller Zeiten aber nochmal drei oben drauf und ein echtes Ausrufezeichen im Filmjahr 2023. „Across The Spiderverse“ ist eine Meisterleistung. Und das nicht nur audiovisuell. Ich kann’s nicht anders sagen. Meine Augen wurden kindlich gross, mein Mund stand oft genug weit offen, mein Herz ging auf und ich kann nun den Abschluss der Saga kaum erwarten. In „Across The Spiderverse“ folgen wir nicht mehr nur Miles Morales, sondern tauchen mit ihm, Gwen und einigen neuen Spinnenwesen wesentlich weiter in das Multiversum und die „Spinnengesellschaft“ ein - vor allem weil ein neuer Schurke namens „The Spot“ finstere Fähigkeiten entwickelt und Pläne schmiedet, die nicht nur das uns/Miles bekannte Universum betreffen… 

Ein spektakuläres Mittelkapitel

Manchmal weiß man bei „Across The Spiderverse“ nicht direkt wie einem geschieht, wohin man gucken soll, was gerade Höhepunkt oder nur gigantisches Intermezzo ist. Wie es oft bei Mittelteilen einer Trilogie ist. Doch die meiste Zeit merkt man einfach mega deutlich, dass man hier etwas Großes sieht. Und zwar „Dark Knight“-, „Two Towers“- und „Empire Strikes Back“-Großes. Ja, mit solchen Schwergewichten kann sich diese Achterbahnfahrt der Gefühle und Stile messen. „Across The Spiderverse“ ist mein Event (oder zumindest Blockbuster) des Jahres. Und jetzt wo „Dune 2“ gestrichen wurde ist’s noch nichtmal ein knappes Ding. „Across The Spiderverse“ ist eine heldenhafte Errungenschaft. Allein der Beginn in Spider-Gwens Welt voller Pastelltöne - einfach Zucker! Die Sequenz in der „Spider-Men-Basis“ - genial! Gespickt mit Tricks und Referenzen, Hommagen und Erinnerungen, Augenzwinkern und Ernsthaftigkeit, Stakes und Lockerheit, Überraschungen und Crossovers. Von Comics bis Memes, von Videospielen bis zum MCU, von wahren Helden und einstigen, die sich verlaufen haben. Und trotz all diesem Overkill in Sachen Spinnenwelten, Spinnenwesen und Spinnenstyles wirkt „Across the Spiderverse“ selten bis nie überfrachtet. Er nimmt sich auch ruhige Momente. Er verliert emotionale Anker und Kerne, die zeitlos und packend sind, nie aus den Augen. Es gibt Liebe, Coming-of-Age, intimere Dramen. Aber genauso gigantisches Spektakel, das Multiversen umspannt und einfach nur sprachlos macht. Wie gut ist das denn bitte?! Wie der beste Samstagmorgencartoon auf Steroiden aus einer fernen Dimension, den ich nie gesehen hatte. Eine Collage der Kreativität. Eine Konzentration der Kollaborationen. Eine Kondensierung der Kunstfertigkeit. „Across The Spiderverse“ ist in vielerlei Beziehung eine neue Messlatte und egal welche Wellen beispielsweise „No Way Home“ schlagen konnte - das hier ist der wahre Next Level Shit! 

Fazit: der hübscheste, kreativste, flotteste, coolste und beste Film des Jahres. „Across The Spiderverse“ gehört in ein Museum. Eine wahnsinnige Evolution in Sachen Comicverfilmungen. Vollgepackter als eine Süßigkeitenfabrik. Hyperaktiv und doch gefühlsecht. Eine Sensation. That's It. The Real Deal. A Classic! 

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