Invasion der Vollmondsnatcher
Natürlich haben Charles Band und „Full Moon“ in den 90ern auch die damals deutlich wiederaufkeimende „Körperfresser“-Formel in ihr Programm aufgenommen und herausgekommen ist „Seedpeople“. Über eine idyllische US-Kleinstadt, die nach und nach von bodysnatchenden Monsterpflanzen übernommen wird und ihre Anwohner zu wandelndem Unkraut in Menschenjagd mutieren lässt…
Blumenbeet, kommt zu spät, wirkt dabei recht aufgebläht…
Von Abel Ferrara bis „The Faculty“ ging das Konzept der Körperfresser in den 90ern wie gesagt wieder steil - klar, da ließ sich die Full Moon-Schmiede nicht lange bitten und spuckte schon '92 „Seedpeople“ aus seiner käsigen Kopieknospe. Mit tödlichem Blütenstaub und kotzenden Sonnenblumen, mit Meteoritenstaub und Umweltbullshit, mit Geklautem und Bewährtem. Rollendem Tiergulasch. Figuren vom Klischeeschachbrett. Einer schon x-fach besser gesehenen Prämisse wie Geschichte. Im Grunde aber ein klassischer, naiver und doch sympathischer Monstermovie a la den 1950ern. Unschuldig und campy. Ein paar nette Schleimscheisser. Ein bisschen Audrey II, ein bisschen Critters, ein bisschen Vorabendsoap. Nichts Besonderes. Zu keiner Minute übermäßig kreativ oder mit erwähnenswerten Eigenleistungen. Aber jetzt auch nicht das untere Ende der Qualitätsfahnenstange. Selbst für Full Moon wirkt das vielleicht überdurchschnittlich uninspiriert. Trotzdem geht Gift und Galle spuckendes Gestrüpp aus dem All ja doch irgendwie immer, oder?!
Squirtender Stangensellerie
Fazit: schwachbrüstiges Aliengemüse im fahlen Vollmondschein… Ein Taugenichts, der aber jetzt auch nicht weh tut. Kommt nie über durchschnittliches TV-Niveau hinaus. Jede Rose an der Tanke ist spitzer.