Davis trainiert den jungen Oscar in Selbstverteidigung. Als dessen Gang-Bruder Hector aus dem Knast kommt und Oscar zu Untergrundkämpfen mitnimmt, haut er den Champ um. Das Video von Oscars Sieg geht viral und plötzlich stehen Killer vor seiner Tür.
Michael Jai White hat schon einigen Schrott gedreht, ist aber auch immer für einen brauchbaren Actioner gut. Der hier vorliegende Streifen, zu dem er auch das Drehbuch schrieb, ist aber reine Durchschnittskost.
Dass der Film insgesamt nicht richtig gelungen ist, liegt aber vor allem an der Regie und weniger am Drehbuch. Das nämlich lässt auch den Nebenfiguren Oscar und Hector Raum zur Entfaltung und White hat genug Präsenz, um den Film zu tragen. Darstellerisch ist das alles recht solide und Altstar Tom Berenger schaut auch mal vorbei. Die Festung, die sich MJW im Film gebaut hat, ist wiederum heftiger Unfug, macht aber viel Laune.
Regisseur Frazier aber hat bisher keine besonders nennenswerten Filme in seiner Vita und auch hier scheitert seine Action am billig-sterilen DTV-Look, mieser Ausleuchtung, schlechtem Sound und viel zu hellem CGI-Blut. Zudem kommt der recht lange finale Shoot-Out nicht immer übersichtlich daher und wie aus dem Nichts sind plötzlich auch Cops da und mischen sich ein.
Einzig Hand-to-Hand Fights funktionieren gut, auch jene ohne MJW, aber die tummeln sich hauptsächlich in der ersten Hälfte des Films.
Grad noch okayer Actioner mit brauchbarem Drehbuch, der mit einem besseren Regisseur durchaus hätte taugen können. So ist er so schnell vergessen, wie er geschaut ist.