iHaveCNit: Get Up (2023) – Lea Becker – Constantin Film
Deutscher Kinostart: 29.06.2023
gesehen am 02.07.2023
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 7 – Reihe 13, Platz 15 – 14:35 Uhr
Vor knapp 2 Monaten ist mir im Kino der Trailer zu „Get Up“ ins Auge gesprungen. Vor allem die Panoramen und Aufnahmen meiner Heimatstadt Frankfurt am Main waren bereits mit ein Grund dafür, dem Film zumindest im Kino zu sehen. „Get Up“ ist dann auch das Kino-Debüt der TikTok-Stars und Zwillingsschwestern Lisa und Lena, die hier in den zwei wichtigen Hauptrollen zu sehen sind.
Der Sommer nach dem Abitur. Die Perspektiven für die beiden begeisterten Skateboarderinnen und Zwillingsschwestern Juli und Alex könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Juli das Abitur mit Bravur bestanden hat und eine Karriere im filmischen Sektor anstrebt, hat Alex das Abitur nicht bestanden und nun etwas perspektivlos da steht. Bis sich ihr eine Perspektive eröffnet, als sie von einem Talentwettbewerb für junge weibliche Skateboarder erfährt. Gemeinsam mit ihrer Schwester Juli, der rebellischen Ewa und der durch Zufall dazugestoßenen Newcomerin Nia beschließt sie gemeinsam an dem Wettbewerb teilzunehmen.
Filmisch ist „Get Up“ sowohl Coming-Of-Age- als auch Skater-Film – und er wirkt wie eine rasante, deutsche, moderne, diverse und weibliche Version des Indie-Dramas „Mid90s“ von Jonah Hill aus dem Jahre 2018 – jedoch ohne das feine Gespür für Nostalgie, selbst wenn die Optik des Films sich dann doch stark einer 90er-Jahre-VHS-MTV-Ästethik bedient und damit einen erfrischenden visuellen Kontrast liefert. Gepaart mit den großartigen Aufnahmen von Frankfurt am Main ist der Film schon einmal sehr stimmig und atmosphärisch – auch in seiner gesamten audiovisuellen Gestaltung. Selbst wenn der Film mit seinem Fokus auf den unterschiedlichen Konflikten des Quartetts, in dem neben Lisa und Lena Mantler auch die aus „Gott, du kannst ein Arsch sein“ bekannte Sinje Irslinger und Jobel Mokonzi das Ensemble ergänzen, durchaus ein wenig zu rasant und oberflächlich sein mag, so hat der Film mich an mancher Stelle doch emotional berühren können und einen sympathischen Eindruck hinterlassen.
„Get Up“ – My First Look – 7/10 Punkte.