Review

"Denk an die Elektrolyte!"

Hmmm... meh.
Also normalerweise kann ich Film und Vorlage sehr gut auseinanderhalten. Hier nicht. Liegt vielleicht am zu knappen zeitlichen Abstand.
Jedenfalls muss man den Film aus zwei Sichten betrachten:
Man blendet das Buch komplett aus, dann ist es ein gut erzählter Film und das einzig störende sind die eindimensional bleibenden Figuren. Die Schauspieler, allen vorran natürlich Ulmen machen ihre Sache recht bis sehr gut.
Sobald man aber auch nur rudimentär den Roman hinzuzieht, versagt der Film genau da, wo es drauf ankommt - den Dialogen oder besser Schlagabtauschen. Das geht so völlig erbärmlich in die Hose, egal ob die Streitereien mit Katrin, das Treffen mit den Eltern (der Höhepunkt des Romans), die krude zusammengekürzte Schwimmbadszene oder das Verhör durch den DDR-Polizisten. Selbst Karls Ausklinker am Ende lässt einen kalt. Lediglich der leicht seltsame Arzt (grossartig: Christoph Walz) kann mit der gedruckten Form mithalten. Und am Ende hätte ich einfach zu gerne Silvios Scherz mit dem Taxifahrer gesehen. Schade, schade.

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