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Da hat der britische Regiedebütant Fred Searle mal gleich ein Fass aufgemacht. Indem er eine Alien Invasion suggeriert, die bestenfalls ein Pendant zu „Independence Day“ liefert oder zumindest eine Horde angriffslustiger Außerirdischer einbindet. Das augenscheinlich geringe Budget ließ jedoch auch das nicht zu, denn zu sehen ist: Eins.

Während der Überraschungsparty für Geburtstagskind Lyra zieht es die Feiernden zunächst in den Pool des Nachbarn und danach in seinen Keller. Damit setzen sie ein Alien frei, welches erst gar nicht mit sich reden lässt…

Es könnte auch der austauschbare Einstieg eines Slashers sein, als die Jugendlichen bei Lyra eintreffen, eine eher langweilige Party abhalten, natürlich noch „Wahrheit oder Pflicht“ unterbringen, um letztlich im Pool zu landen. Die Stereotypen geben sich die Klinke in die Hand und neben dem obligatorischen Idioten gibt es nur noch das Geburtstagskind und eine Pfarrerstochter, die zwar ein wenig herausstechen, jedoch nicht unbedingt auf sympathische Weise.

Hierfür ist das kompromisslose Alien zuständig, welches etwa zur Halbzeit auf den Plan tritt und in einer Mischung aus Ganzkörperkostüm und CGI in Szene gesetzt ist. Ersteres ist okay gestaltet und mit den Krallen in Nahaufnahme sogar recht detailliert ausgefallen, wogegen das Computervieh in seinen Bewegungen eher an einen Affen in einem Jump & Run Spiel der Achtziger erinnert.

Leider schlägt es nicht übermäßig blutig zu, denn entweder werden die wenigen Ableben direkt ins Off verfrachtet oder es sind harmlose Hiebe im Halbdunkel zu sehen, die eher harmlose Wunden hinterlassen, welche kaum zum Exitus führen dürften. Immerhin versucht noch jemand gegen die Kreatur im Boxkampf anzutreten und eine Art Wissenschaftler faselt bei seinen Aufzeichnungen etwas über Verständnis gegenüber dem Andersartigen, doch darüber hinaus gestaltet sich die Hatz in dem sehr überschaubaren Umfeld alles andere als abwechslungsreich.

Im Gegenteil: Man hat zwar eine Ahnung, wie das Vieh in Schach zu halten sein könnte, nutzt diese Möglichkeit aber nicht und versucht stattdessen sich an den blödesten Plätzen zu verstecken. Folgerichtig kommt zu keiner Zeit Spannung auf und das Finale unterstreicht einerseits das überaus geringe Budget und die Ideenlosigkeit des Drehbuchs, indem es mittendrin endet und keine zufrieden stellende Pointe hinterlässt.

Sämtliche Mimen empfehlen sich nicht für größere Projekte, der Score fällt fast gar nicht auf und auch die Wahl der Sets schafft auf Dauer kaum Abwechslung. Das einfallslose Treiben ist glücklicherweise bereits nach 73 Minuten erledigt, was ihn zwar nicht besser, jedoch erträglicher erscheinen lässt.
3 von 10



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