... Arsch, und da er weder Gott noch Teufel fürchtet, sind auch sogenannte Respektspersonen, ob geistlich oder weltlich, nicht vor seinen teils hintersinnigen, teils derben Scherzen sicher. Das merkt auch der wilde Raubritter Kunz, der den umherziehenden Eulenspiegel für eine Weile auf seine Burg nimmt, dessen Frechheiten aber nicht lange aushält. Als nächstes schafft es der hagere Schelm, beim Fürsten den Auftrag zum Ausmalen eines Festsaals an Land zu ziehen. Mit seinem Gehilfen, einem gewissen Hieronymus Bosch, richtet er ein wahres Chaos an und muß vor dem Zorn des Fürsten flüchten.
Höhepunkt in Till Eulenspiegels Karriere ist jedoch seine Begegnung mit dem Kaiser, der ihn, da ihm seine Respektlosigkeit gefällt, in sein Gefolge aufnimmt. Im Narrenkostüm soll er dem Herrscher unterhalten, reizt aber auch diese Freiheit bis an die Grenzen der kaiserlichen Geduld aus – und darüber hinaus.