Review

Thailand posten… und sterben!

„Influencer“ legt erst nach fast einer halben Stunde die Karten samt Credits halbwegs auf den Tisch - und hat doch noch das ein oder andere Ass im Hawaishirtärmel! Erzählt wird von einer recht oberflächlichen Influencerin in Thailand, die durch eine mysteriöse weibliche Bekanntschaft neue Seiten des Landes kennenlernt und ihren tausenden Followern vorstellen kann. Doch natürlich ist das noch lange nicht das Ende der tropisch-versmoggten und psychopathischen Fahnenstange…

Wenn es heiss wird und sich einige gute Ideen, Wendungen und Settings zuspitzen, wenn „Influencer“ die Möglichkeit hat, in bleibendere Regionen vorzudringen… ist schon Ende. Gerne hätte ich weniger Einführung und mehr aus dem letzten Drittel gesehen. Aber das Leben als Filmfan ist kein Wunschkonzert. Die Ladies spielen gut und stechen heraus. Vor allem Naud ist eine echte Bedrohung. Thailand erzeugt einige wunderbare Bilder und Stimmungen. Verpeilte, verwöhnte und egoistische Influencer sieht man gerne fallen. Oder gar daraufgehen. Dieses Subthema des Horrorgenres boomt nicht ohne Grund seit Jahren. Nennt es Neid, nennt es Gerechtigkeit, nennt es Zeiterscheinung. Aber „Influencer“ bietet durchaus noch einige weitere schöne Überraschungen. Nur wie gesagt: wenn der Motor hier endlich warm gelaufen ist, soll das Ziel laut den Machern scheinbar schon erreicht sein. Meine Meinung ist das in diesem Fall leider nicht. Mein Geschmack grundsätzlich schon.

Fazit: Kurviger & gewiefter Social Media-Thriller. Fies, klein, unberechenbar und kein Kind von digitaler Traurigkeit. Dennoch irgendwie unfertig und hinter seinen Möglichkeiten. Eskaliert zu sporadisch. Psychopathen followen sich!

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