England: Die drei jungen Astronomie-Freaks Herbert, Hannah und Ogilvy gehen der Meldung eines Meteoriten-Einschlags in einem nahegelegenen Wald nach und werden so Zeuge des Beginns einer Alien-Invasion, als sich das niedergegangene Weltraum-Gestein als dreibeinige Kriegs-Maschine außerirdischen Ursprungs entpuppt, die sofort damit beginnt, die anwesenden Schaulustigen mit ihrer Strahlen-Kanone zu pulverisieren. Das britische Militär hat den Invasoren nicht wirklich etwas entgegenzusetzen und so dauert es auch nicht lange, bis die überall auftauchenden Tripods das ganze Land in Schutt und Asche legen. Schlussendlich sind aber die heimischen Mikroben doch wieder mal auf der Seite der Erdlinge und sorgen dafür, dass den Marsianern der Arsch auf Grundeis geht... Dieser 2023er-"Krieg der Welten" ist gefühlt ein wenig unter dem Radar geflogen, was jedoch nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf die Qualität von Junaid Syeds Streifen zulässt, sondern wohl eher daran liegen dürfte, dass der durchschnittliche Zuschauer innerhalb der schieren Masse an bisherigen Verfilmungen und TV-Serien so allmählich die Übersicht verliert. Im Grunde genommen hat man hier nun die YA-Variante des Stoffes vor sich, die dieselbe alte Geschichte nochmal aus der Perspektive eines jugendlichen Protagonisten-Trios rekapituliert, dieser dadurch aber nicht unbedingt wirklich neue Aspekte abgewinnt... der Inhalt ist da nämlich altbekannt, weithin abgegriffen und hat nun nicht nur bereits eingige Dekaden, sondern mittlerweile seit der Veröffentlichung der literarischen Vorlage von H.G. Wells sogar schon weit (!) über hundert Jahre auf dem Buckel. Mit wirklich neuen Ideen kommt auch dieser vorliegende Low-Budget-Streifen ergo nicht um die Ecke, aber immerhin blamiert man sich im direkten Vergleich mit so mancher vorhergehenden Adaption trotz eher spärlich bemessener Action und lediglich durchschnittlichen Darstellern auch nicht bis auf die Knochen. Was das schiere Spektakel anbelangt, haben die Spielberg-Version und sogar das 1953er-Original zwar immer noch die Nase vorne, aber das Beste an "Der Krieg der Welten: Der Angriff" sind tatsächlich die ansehnlichen Effekte, die trotz des merklich beschränkten Produktions-Rahmens zumindest punktuell Junaid Syeds VF/X-Background bei Hollywood-Streifen wie "Interstellar" oder "Dr. Strange" durchscheinen lassen. Das polierte Erscheinungsbild kann dann aber leider auch nicht verhindern, dass man das alles als recht langweilig empfindet und der wieder mal unverändert übernommene Schluss als ein einziger, beschissener Antiklimax erneut mächtig abnervt. Besser als die beiden The Asylum-Filmchen mit C. Thomas Howell oder die aktuelle Amazon Prime-Lachnummer mit Ice Cube ist "Krieg der Welten: Der Angriff" aber wirklich allemal...!
5/10