Der Nordpol, die Werkstatt von Santa Claus, ein Haufen Elfen. Und Buddy, der als Baby in diese Gegend geraten ist und aufgrund seiner Größe und der fehlenden Talente eher als Außenseiter gilt. Denn Buddy stammt von Menschen ab und so schickt ihn Santa auf die Reise nach New York, damit er seinen wahren Vater kennenlernt. Dieser ist ein wenig freundlicher Verleger von Kinderbüchern, doch Buddy versucht unbeirrt sein Glück bei ihm.
Spannend ist das nicht, „Elf“ ist in seiner Vorhersehbarkeit nahezu parodistisch. Am Ende haben sich alle lieb, die Unsympathen sind bessere Menschen geworden und Weihnachten ist auch gerettet. Es kommt also alles vor, was in der Realität niemals passieren würde. Darauf muss man sich hier einstellen, ansonsten funktioniert diese Ansammlung von Klischees und bekannten Versatzstücken noch weniger.
Zugegeben, die Chose hat durchaus witzige Momente und der gelieferte Humor hat tatsächlich eine gewisse Spannweite. Von naiv bis hin zu manch ironischem Kommentar findet sich da was. Überwiegend bleibt es aber harmlos und so schlurft der von Jon Favreau inszenierte Streifen über seine Laufzeit und speist sich selbst aus dem erwartbaren Zusammenprall der Welten, wenn jemand, der sich für einen Elf hält auf die vermeintlich moderne Welt trifft.
Dies in Gestalt von Will Ferrell, der das in seiner gewohnten Art durchzieht. Es gibt bessere Darbietungen seinerseits, „Elf“ gehört eher in die Kategorie „Dienst nach Vorschrift“. Nicht schlecht, aber Ferrell wirkt unterfordert. James Caan als sein Daddy ist der mit einer späten Einsicht bedachte Geschäftsmann, Mary Steenburgen als seine Frau in ihrer offenherzigen Art immerhin durchweg sympathisch. Zooey Deschanel wirkt als love-interest des naiv inszenierten Buddy so glaubwürdig wie die ganze Grundidee hier.
Immerhin bleibt es kurzweilig, Favreau weiß wohl um die Inhaltslosigkeit dieser seichten Veranstaltung und bemüht sich daher um Tempo. So ist „Elf“ ein netter, aber ziemlich harmloser und vorhersehbarer Vertreter der Weihnachtskomödie. Für Fans von Will Ferrell ansehbar, aber kein Highlight in dessen Filmographie.