Kurz vor der Jahrtausendwende erwacht das Böse in Gestalt von Theriel, einem schwarzen Engel. Er ist ein grauenerregender Abgesandter der Hölle und soll das Ende der Menschheit herbeiführen. Dazu muss er einige ausgewählte Menschen in seine Gewalt bringen, darunter einen Teenager, dessen Eltern auf mysteriöse Weise ums Leben kamen. Als er den schwarzen Engel in seiner Nähe fühlt, ahnt er, dass niemand anderes als jene böse Macht seine Eltern tötete. Aber er ahnt noch nicht, dass das Schicksal der Erde in seinen Händen liegt.
Eigentlich hätte DeCoteau den Film auch Brotherhood Teil Schießmichtot nennen können, denn all die Zutaten aus seiner Endlosreihe sind auch hier zu finden. Wir haben ein Internat, das zwar in Rumänien liegt (on Location gedreht, ist ja schön preiswert dort drüben), Schüler die mit dem Bösen spielen, homoerotische Untertöne und die größte der Gemeinsamkeiten, ein Milchgeldbudget, das weder gute Schauspieler, vernünftige Kulissen und Requisiten oder auch nur ein vernünftiges, durchdachtes Drehbuch zuläßt.
In dieses exklusive Internat (das tatsächlich immerhin aus 6 Schülern besteht!) kommt als Neuling ein gewisser Elias Storm, macht dort erstmal unangenehme Bekanntschaft mit der Gay-Clique um Riesenarsch Burt. Im weiteren Verlauf gibts dann ein wahres Sammelsurium an Handlungssträngen, vom Tor zur Hölle, Satanismus, Inzest, Y2K Untergangsgefasel und einem schwarzbejackten Typen, der mit grimmigen Blick seiner roten Augen, aus Langeweile oder einem Ritus folgend nacheinander den Schülern das Herz rausreißt, denn zur Stunde des Jahrtausenwechsel werden unbedingt 7 Leichen gebraucht (wofür auch immer, ich hab irgendwann aufgehört konzentriert zuzuhören).
Im Zentrum allen Überls steht dabei der titelgebende Talisman aus dem 1€ Shop, in dem der schwarze Engel Theriel eingeschlossen ist und von der Tochter der Internatsleiterin zum Leben erweckt werden kann. Nach und nach werden ziemlich unspannend alle wenigen Nebencharaktere gemeuchelt. Die Effekte sind allerdings dabei alles andere als überzeugend, sei es nun das wiederholte Herz rausreißen oder das Augen ausquetschen des Doktors, Tom Savini Niveau ist das alles nicht gerade.
Einziger Trumpf ist das mittelalterliche Gemäuer das wenigstens ein wenig für Atmosphäre genutzt werden konnte, so kommt wenigstens ein bißchen an Spannung auf. Die Darsteller können dem ganzen Zinnober wenig Leben einhauchen und besonders der Showdown ist mit ein paar lächerlichen Messerstichen auch nicht gerade die letze Erfüllung. Alles in allem ein recht öder Versuch hier so etwas wie Gothic Horror aufzubauen, vielleicht sollte es DeCoteau mal versuchen ein wenigstens sechsstelliges Budget aufzutreiben, ich kann mir kaum vorstellen das seine Billigschnellschüsse viel mehr als die Produktionskosten einspielen, wenn überhaupt.
2,5/10