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Die Idee zu Mario Lanfranchis einzigem Western, „Django – Unbarmherzig wie die Sonne“, entstand als dieser in Italien an einer TV-Serie arbeitete. Die Story wurde lediglich an das Westernszenario angepasst. Deshalb ist wahrscheinlich das Niveau des Films nur so wie es eben ist… durchschnittlich.
Django, Cash, oder wie auch immer, sucht Rache an den vier Männern, die seinen Bruder ermordet haben. Einen nach dem anderen Sucht er auf um jeden auf eine andere makabere Weise dem Schicksal zuzuführen, dass er für sie vorgesehen hat. So fällt der sesshaft gewordene Diaz in der Wüste, nachdem er beinahe ausgetrocknet ist, der Spieler Montero bei einer Runde Poker um den Tod, nachdem er alles andere verloren hat. Bruder Baldwin, ein Priester, der Sünder mit dem Tod bestraft, fällt durch seine eigene Kugel und letztendlich O´Hara, der Albino, der verrückt nach Gold und blonden Frauen ist, nachdem er durch eben diese Dinge geködert wird.

Die eher schwache Story wurde dann aber doch ganz ansehnlich umgesetzt. Auf viele Details wurde geachtet und die Umgebung harmoniert gut mit den Aktionen, so fällt beispielsweise immer irgendwo ein Schatten vorteilhaft ins Bild oder ähnliches. Die Atmosphäre fesselt, gerade auch wegen den harten Dialogen.
Die Musik hat ebenfalls meinen Geschmack getroffen. Leitmotivik findet man zwar nur bei Django, allerdings gekonnt eingesetzt. Die am Anfang und am Ende zu hörende Textzeile „…better luck next time exept there´ll never be another time for you“ klingt sehr ironisch, wenn man sie auf die Story bezieht.

Die Schauspieler sind leider wiederum alle nur Durchschnitt, vielleicht auch deshalb, da Lanfranchi viele von ihnen aus Theater und Fernsehen geholt hat, da er sie daher gut kannte. Doch es liegen Welten zwischen Leinwand und Bühne. Außer Tomas Milian, der ein wirklich guter Schauspieler ist, spielen die anderen nur Steif und relativ emotionslos, da Hilft auch Robin Clarkes lässiger Gesichtsausdruck nichts.

Ansonsten gibt es kaum etwas zu dem Film zu sagen. Etwas überrascht hat es mich trotz der FSK12 so viel Action und Tote zu sehen. Ein bisschen enttäuscht war ich von der Cut-Fassung, die im Fernsehen gesendet wurde, da dort Teils Verwirrung aufkommt, beispielsweise sieht es dort so aus, als ob Django die Frau aus dem Saloon tötet und nicht die Männer von Montero, wie es ursprünglich sein soll.

An sich ein recht einfach gestrickter Italo-Western, der trotz der nicht überragenden schauspielerischen Künste der Darsteller recht ansehnlich geraten ist. Für Fans des Genres ruhig empfehlenswert, für andere eher bedingt.

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