iHaveCNit: The Flash (2023) – Andres Muschietti – Warner
Deutscher Kinostart: 15.06.2023
gesehen am 17.06.2023 in IMAX
Technikmuseum Sinsheim - IMAX-3D-Kino – Reihe 10, Platz 21 – 17:15 Uhr
Das DCEU hat es durch seine Inkonsistenz und Inkonsequenz nicht immer leicht gehabt und ist sicherlich auch an den unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Ansprüchen von sowohl Zuschauern, Fans und auch Kritikern sowohl den hinter den Kulissen Beteiligten vor eine nicht immer lösbare Aufgabe gestellt worden. Nicht zu vergessen, dass entsprechendes Fehlverhalten der an den Filmen Beteiligten auch seine Konsequenzen mit sich bringen muss. Chaos, fast unlösbare Aufgaben und Konsequenzen – nicht nur durch Ezra Miller – sind dann auch das Stichwort für „The Flash“ - der das Ganze extrem und überraschend unter einen Hut bekommt.
Barry Allen hat alle Hände voll zu tun sowohl seinen wissenschaftlichen Job als auch die Arbeit für die Justice League unter einen Hut zu bekommen. Doch eine Sache nagt immer noch an ihm. Er wünscht sich nichts sehnlicher als seinen unschuldig für den Mord an seiner Mutter im Knast sitzenden Vater herauszuholen. Als er herausfindet, dass er mit seiner Schnelligkeit sogar in der Zeit zurückreisen kann, trifft er die Entscheidung das einschneidende Erlebnis zu verändern. Ohne zu ahnen, welches Chaos er damit auslöst und er sich auf einmal einer Zeitlinie befindet, in der er sich selbst begegnet und die ihm bekannte Justice League nicht existiert, gar ein anderer Batman in dieser zu finden ist und sich erneut eine Bedrohung durch den Kryptonier Zod auftut.
„The Flash“ ist unterhaltsam, rasant, emotional und mag ganz ungespoilert an dieser Stelle, weil einiges davon bereits im Trailer enthalten ist, durchaus einige Wünsche und Träume von Fans und Nerds erfüllen – ohne die konkret erfüllten Wünsche an dieser Stelle zu erwähnen. Bedingt durch sein Zeit, Raum und Universen übergreifenden Chaos, dass der Film hier erschafft, ist nicht nur das möglich, es wird aber auch ermöglicht die Story um Barry Allens „The Flash“ sowohl weiter zu erzählen als auch auf passende Art und Weise sogar die Origin-Story einzubinden. Die Dynamik, die Ezra Miller hier auch in einer Doppelrolle entwickelt ist perfekt und trägt den Film perfekt auf den Schultern. Das Chaos mag zwar in seinen Möglichkeiten jegliche endgültige Konsequenz wieder rückabwickeln können, jedoch konfrontiert der Film einen immer auf harte Art und Weise damit, dass man mit Handlungen aus dieser Intention heraus es auch nur noch schlimmer machen kann und die Konsequenzen, die man hier rückgängig machen möchte für nur noch härtere Konsequenzen sorgen können. Und in welche Richtung es danach gehen könnte, mag ich nach dem Chaos und der verbrannten Erde nicht zu urteilen. Dennoch muss ich sagen, dass der Film mich dennoch „flashen“ konnte.
„The Flash“ – My First Look – 9/10 Punkte.