The Flash ist so ein Film, der mich gut unterhalten hat, der aber aufgrund vieler kleiner Mängel die Chance verpasst hat, zu einem Meisterwerk des Genres aufzusteigen. Und da bin ich nicht alleine. Ich habe extrem gute Kritiken vernommen, allerdings war das Einspielergebnis nicht so dolle.
Was wirklich gut ist, ist die Optik. Vor allem die Schlacht in der Wüste mit den Kryptoniern um General Zod war umwerfend gut inszeniert. Auch die Geschichte war nicht schlecht. Eine neue Multiversum-Variante, die aber inhaltlich überzeugt hat. Dann noch ein gealteter Michael Keaton als Batman und der visuelle Overkill beim Zeitreisen. Nicht zu vergessen, die lustige Anfangsszene, in der Flash herabstürzende Babys retten muss.
Schlecht hingegen der Hauptdarsteller Ezra Miller, der hier sogar in zwei Varianten auftaucht. Beide Versionen haben mich nicht angesprochen, hier hätte ein anderer Darsteller wohl mehr gerissen. Dann die überlange Laufzeit, die hätte es gar nicht gebraucht. Und die vielen Cameos waren zum Teil auch recht überflüssig. Zum Glück ist Nicolas Cags Fremdschäm-Auftritt als Superman nur von sehr kurzer Dauer. Am meisten hat mich aber gestört, dass der Film mit seinem Hauptdarsteller wohl in erster Linie Teenies ansprechen möchte, die wiederrum die vielen Referenzen an vergangene DCU-Filme gar nicht verstehen. Hätte man hier nicht eine etwas ältere Hauptfigur wählen können? Stellenweise habe ich mich wie in einem Kinderfilm gefühlt. Eine ernsthaftere Note und mehr schwarzer Humor wie gleich zu Beginn hätten dem Film gut getan. So aber doch nur Mainstream-Popcorn. Schade, denn stellenweise hat der Film seine Momente.
Am Ende leider nur knappe 7 mit Tendenz nach unten...