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Dr. James Martin soll ein psychiatrisches Gutachten erstellen, das entscheidet, ob Todeskandidat Edward Wayne Brady noch am selben Abend hingerichtet werden soll. Der Auftrag kommt kurzfristig – der Psychiater vor ihm hat sich das Leben genommen. 

Entsprechend ungewöhnlich verläuft die Evaluation: „Do you believe in demonic possession?“ – mit dieser Frage beginnt der Todeskandidat ein manipulatives Rededuell mit dem jungen Psychiater, das den Bogen von theologischen zu sehr persönlichen Themen spannt. 

Ist Brady tatsächlich vom Dämon „Nefarious“ besessen? Und wird James wirklich drei Morde begangen haben, wenn er das Gefängnis verlässt, wie von Brady prophezeiht? 

Die Ausgangssituation des Films ist durchaus interessant, doch das Drehbuch ist längst nicht so clever, wie es für ein solches dialoglastiges Kammerspiel erforderlich wäre. Auch Inszenierung und schauspielerische Leistungen vermögen nicht ausreichend zu fesseln, so dass der Film in der Mitte doch enorme Durchhänger hat. 

Sean Patrick Flannery spielt sich hier mit diversen Gesichtszuckungen und anderen Mätzchen quasi den Teufel aus dem Leib, wo etwas weniger Einsatz deutlich bedrohlicher gewirkt hätte, erst gegen Ende gelingt ihm eine glaubhaft reale Performance. 

Insgesamt also – wie passend – ein zwiegespaltenes Filmerlebnis.

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