Review

Naomi unternimmt einen Solo-Segeltörn, muss aber aufgrund eines Sturms von ihrer geplanten Route abweichen. Auf hoher See stößt sie auf drei Schiffbrüchige und rettet sie, doch die führen Finsteres im Schilde.


Haifilme bekommen mich immer wieder. Kaum ist ein Hai auf dem Poster/Cover abgebildet, ist mein Interesse geweckt und selbst unterirdische Bewertungen bringen mich kaum noch von dem Wunsch der Sichtung ab. Gleiches gilt übrigens für Dinosaurier, Krokodile und Bären. Ich glaube, das nennt man wohl guilty pleasure oder so...


Deep Fear beginnt ausgesprochen ansprechend. Die Unterwasser- und Landschaftsaufnahmen sind hervorragend und machen richtig Stimmung. Da will man hin, das ist Urlaubsfeeling. Die Handlung pltschert dann ein bisschen vor sich hin, wird aber keineswegs völlig uninteressant. Unklar ist nur, weshalb Jackson per Hubschrauber an den Zielort fliegt und Naomi den Segler allein dorthin bringen muss oder will. Aber sei's drum.

Die Tauch- und Rettungsszenen sehen gut aus und das gilt besonders auch für die Haie, die verglichen mit den meisten anderen Haifilmen echt sauber getrickst ausschauen. Da wurde ordentlich gearbeitet.

Weit weniger ordentlich gearbeitet wird in punkto Schauspiel, denn speziell Modell Mãdãlina Ghenea (Typ Dieter-Bohlen-Beuteschema) als Naomi erweist sich als schauspielerisch recht talentfrei, zumal es ihr deutlich an Ausstrahlung und Charisma mangelt. Davon hat ihre Gegnerin Macarena Gómez erheblich mehr zu bieten.

Es ergibt sich also folgerichtig, dass Mitfiebern hier nicht so arg großgeschrieben wird, entsprechend folgt man der eh spannungsarm umgesetzten Drogengeschichte leidlich amüsiert, aber ein Auge genügt da völlig. Die Haie spielen zwar eine Rolle, sind aber viel zu selten wirklich ins Geschehen eingebaut, um Spannung zu erzeugen. Es gibt dafür aber auch zu wenig potentielle menschliche Snacks.


Es bleibt ein leidlich ordentlicher Haifilm, der sich selbst sehr ernst nimmt, aber stark unter der fehlbesetzten Protagonistin und dem mangelnden Spannungsaufbau leidet.Immerhin taugen die Haie. Kein Hailight, das sich im Gedächtnis festbeißt, aber schaubar.



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