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Die Überraschung: Ein Film von einem DER Videoclipregisseure, der aus der Clique um Charlie Kaufman/Spike Jonze (BEING JOHN MALKOVIC, ADAPTION) und David O'Russel (THREE KINGS) entstammt. Und so ist auch der Film. Ein unglaublich versiertes und originelles Drehbuch, gemischt mit sehr guten Darstellern (herausragend= Jim Carrey und Kate Winslet). Als Nebendarsteller dürfen wir noch Elijah Wood und Kirsten Dunst bestaunen, die den guten Eindruck abrunden (ja, sogar Elijah Wood ist okay).

Der Star ist aber die Synopsis und die großartige, streckenweise schon fast experimentelle Inszenierung. Bei BEING JOHN MALKOVICH war ja schon ähnliches zu begutachten, nur fehlte dem Film neben aller handwerklicher Raffinesse etwas Wesentliches: Herz. Der Film war so gefühlskalt wie ein Film von Ridley Scott. Hier erleben wir jedoch einen hochemotionalen, jedoch keinesfalls kitschigen Film, der viele Fragen aufwirft über Leben, Persönlichkeit, Erinnerungen, Beziehungen etc. und eine angenehm positive, aber nichts beschönigende Botschaft auf den Zuschauer überträgt.

Inhaltlich und formal (und auch emotional) ist der Film rundum gelungen, so dass eine Bewertung wohl nur noch an subjektiven Faktoren hängt (liegt einem das Sujet, mag man die Darsteller etc.). Die recht eindeutigen und zahlreichen Bewertungen in der ImdB machen deutlich, dass es offenbar nicht nur mir so ging.

Für mich hat es für 8 Punkte locker gereicht, die eine kleine Tendenz zur 9 aufweisen.

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