Die Dokumentation von Francis Hanly beleuchtet den Komponisten Hans Zimmer, der mit seinem mitunter eigenwilligen Stil zu einem der bekanntesten Erschaffer in der Welt der Filmmusik aufstieg.
Von der Kindheit und der ersten Berührung mit dem Thema Musik in Deutschland, seinem Weggang nach England und schließlich in die USA führt der knapp einstündige Beitrag. Sein Interesse für die digitalen und technischen Möglichkeiten bei der Erschaffung von Musik wird ebenso thematisiert wie auch kurze Ausschnitte zu einigen der Filme, an denen er mitgewirkt hat. Quasi das, was man von solch einem Portrait erwartet.
Dabei kommen diverse Kollegen und Regisseure zu Wort, in erster Linie aber Hans Zimmer selbst. Das ist durchaus angenehm, denn die interessanten Parts sind doch immer die, wenn man in die Tiefe geht. Wenn ein bestimmtes (musikalisches) Thema vertieft behandelt wird, die Entstehung und die Absicht erklärt werden. Und wer könnte das besser, als der Komponist selbst? Da bleiben die Äußerungen der anderen Personen eher an der Oberfläche, bieten den erwartbaren Zuspruch und die positiven Kommentare.
Ausreichend in die Tiefe geht das Ganze für meinen Geschmack somit nicht, aber es ist ein unterhaltsamer und Überblick über die Person und deren Schaffen. Wie man nun zu seinen Scores steht oder zu der Herangehensweise, von seiner Art der Umsetzung und Vertonung – dies sei einerlei. Aber eins kann man ihm nicht vorwerfen und das ist mangelnde Leidenschaft für das, was er tut.