Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich kann die durch die Bank schwachen Kritiken überhaupt nicht nachvollziehen.
Mit IF ONLY ist Regisseur Gil Junger einer der stärksten Love Storys der letzten Jahre gelungen, der freilich gegen Ende etwas stark aufträgt, aber dafür weitestgehend die Kurve vor der Grenze zum schmalz-triefenden Kitsch bekommt.
Die Grundfrage des Films - „Was würdest Du tun, wenn Du nur noch einen Tag zu leben hättest?" - wir hier auf interessante Weise beleuchtet und entwickelt eine herzergreifende Dramatik, die wirklich niemanden kalt lässt. Ein Traum, ein Deja-Vu-Ereignis oder die zweite Chance - wir wissen lange nicht, wie Ian den erlittenen Verlust seiner Freundin Samantha verarbeiten soll, als sie plötzlich am nächsten Morgen wieder neben ihm aufwacht.
Gil Junger bringt eine interessante Mystery-Komponente ins Spiel, die zwar bisweilen an den Klassiker „GHOST - NACHRICHT VON SAM" erinnert, jedoch genügend Eigenständigkeit besitzt, um den Film zu tragen.
Dies liegt mit Sicherheit auch an den hervorragenden Darstellern Paul Nicholls und Jennifer Love Hewitt, von deren musikalischen Fähigkeiten sich man während des Films in einer berührenden Szene überzeugen kann.
Dem Regisseur von „10 DINGE, DIE ICH AN DIR HASSE" gelang mit „IF ONLY" ein hochromantischer Liebesfilm voller Gefühl, der der einerseits Hoffnungen wachsen lässt , aber auf der anderen Seite todtraurig daherkommt und mit einem überraschenden Ende aufwartet.
Durch seine spannenden Inszenierung und erschütternde Intensität hat der Streifen sämtliche meiner Erwartungen übertroffen. Allen Fans von anspruchsvollen, melodramatischen Schnulzen im Stil von „STADT DER ENGEL" sei dieser Beitrag wärmstens empfohlen!
(7,5 / 10)