kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 22.02.2014
Bis heute ein zeitloser Film, auf den sich (fast) alle anderen Werke der Coens reduzieren lassen. Das Noir quillt zwischen schmutzigen Dielenrillen hervor und benetzt symbolisch die dreckige Verstrickung der vier zentralen Figuren in einem kriminell motivierten Handlungsnetz, über dem der Zuschauer wacht und dessen negativen Ausgang er jederzeit vorhersagen kann, was den depressiven bis zynisch-schwarzen Grundton festigt. Und trotz des Wissens um ein fehlendes Happy End überrascht das Drehbuch mit heftigen Brüchen und Wendungen bereits in der Filmmitte, um schließlich einen neuen Turn zu nehmen. Dabei laufen die Coens nie in Gefahr, die Spur aus den Augen zu verlieren; im Gegenteil, nur wenige Filme schaffen es, so aufs Wesentliche konzentriert zu bleiben wie „Blood Simple“.
*weitere Informationen: siehe Profil