Oregon: Auf dem Weg nach Portland macht das junge Pärchen Maya und Ryan in der Kleinstadt Venus halt... und bleibt aufgrund einer defekten Lichtmaschine seines Wagens in dem Kaff hängen. Die Nacht verbringt man gezwungenermaßen in einer abgeschiedenen Airbnb-Hütte im Wald und natürlich dauert es auch nicht lange, bis drei maskierte Psychopathen auftauchen und den üblichen Terror veranstalten... In Anbetracht des Endes des 2018er-Sequels "The Strangers - Opfernacht", bei dem das titelgebende Massenmörder-Trio ja ziemlich eindeutig mausetot gewesen ist, hätte man eigentlich keine weitere Fortsetzung zu Bryan Bertinos Home Invasion-Filmchen "The Strangers" von 2008 mehr erwartet, aber hey, wozu gibt es Reboots? Ohne große Bezüge zu den Vorgängern (mal abgesehen von den altbekannten Masken für den Wiedererkennungs-Effekt) darf nun der Karriere-mäßig ziemlich abgewrackte Renny Harlin mal wieder zu seinen filmischen Genre-Wurzeln zurückkehren und die alten B-Horror-Zeiten von "Prison" oder "Nightmare on Elm Street 4" aufleben lassen, was hier als Franchise-Wiedereinstieg in etwa genauso gut (oder schlecht) funktioniert wie sein "Der Exorzist"-Prequel vor etwa zwanzig Jahren. Dass er dabei in einem Aufwasch gleich drei Streifen zum Preis von einem runtergekurbelt hat, dürfte sich wirtschaftlich sicher rechnen, aber ob es so 'ne gute Idee gewesen ist, diese olle Slasher-Nummer nun auf mehrere Filme auszudehnen, bleibt abzuwarten, denn bereits dieser vorliegende Trilogie-Auftakt ist inhaltlich echt dürftig geraten. Okay, das alles ist ob Harlins Regie, die da mehr als routiniert die immergleichen, dummen Standard-Situationen abspult und zwischendurch punktgenau Schocks und Jump-Scares setzt, inszenatorisch makellos und vom Erscheinungsbild auch relativ wertig geworden, aber echtes Interesse für das Geschehen kommt angesichts des Umstandes, dass die Geschichte null und nichtig ist und die Figuren einem völlig egal sind, wirklich niemals auf. Positiv zu vermelden ist hingegen, dass einem das Ganze aber auch nicht so dermaßen auf den Sack geht, wie damals das überbewertete Original und es sich bei "Chapter 1" bislang auch ganz klar um den bislang besten Film der Reihe handelt... was in Anbetracht des bisher mal eher unterirdischen Niveaus aber natürlich auch kein großes Kunststück ist. Im Gegensatz zu dem ziemlich splatterigen "Opfernacht" wird hier auf übertriebenes Blutgespritze übrigens verzichtet, ebenso wie auf ein befriedigendes Ende, stattdessen verweist die Einblendung "To be continued..." da zum Schluss auf "The Strangers: Chapter 2", der wohl direkt an die letzte Szene anknüpft. Ob man sich den hiernach aber auch noch ansehen will, sei mal dahingestellt.
5/10