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Ein Film mit langer Produktionsgeschichte, der größtenteils bereits 1994 gedreht und erst 2023 vollendet werden konnte. Das Herzensprojekt von Stop-Motion-Animator David Allen wurde erst nach dessen Tod fertiggestellt und erzählt die typische Geschichte eines Expeditionsteams, das in Nepal auf eine urzeitliche Zivilisation trifft. Das gemächliche Erzähltempo eignet sich perfekt für einen gemütlichen Couchtag am Sonntag. Der analoge Look und die Drehorte in Rumänien und den Dolomiten lassen den Film für eine Charles Band-Produktion geradezu kinoreif wirken. Die Highlights sind selbstverständlich die Stop-Motion-Kreaturen, die unwahrscheinlich liebevoll gestaltet wurden und für eine gewaltige Portion Charme sorgen. Gerade das Finale mit den Echsenwesen ist absolut liebenswert, und auch der Riesenyeti sieht zum Knuddeln aus. Allerdings hätte es gerne mehr Stop-Motion geben dürfen, dennoch ein sehr netter Film.
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Einer der besseren Beiträge aus der Schmiede von Charles Band seit vielen, vielen Jahren, was sicherlich nicht viel aussagt. Die Nummer ist eine Hommage an die alten Fantasy-Abenteuer von vor Jahrzehnten, wo Leute aus der zivilisierten Welt ein unbekanntes Land voller prähistorischer Kreaturen und obendrein Fabelwesen ausfindig machen, etwa wie in den CAPRONA-Filmen. Und genau wie damals wird auf altmodische Tricktechniken zurückgegriffen, in dem Fall Stop Motion, wodurch die Monsterauftritte automatisch sehr viel Charme haben. Sehr viel Varianz an Getier gibt es nicht, doch der per Stop Motion zum Leben erweckte Yeti ist ein knuffiger Geselle und schlägt sämtliche seiner Mann-im-Kostüm-Kollegen haushoch. Das war eine ganz nette Retro-Angelegenheit - eine Rückkehr in einfachere, naive Zeiten. Wer diese Art von Film vermisst, freut sich über diesen Nachschlag.