Inhalt:
China, in der Ming-Periode (1368 - 1644). "Smiling Wolf" (Barry Chan), ein cool-lässig und stets lächelnd auftretender Typ der ein exzellentes KungFu beherrscht, und "Gritty Kid" (Chu Shao-Hua), schmutzig-tölpelhaft aber insgeheim gewitzt, hören von einer Piraten-Schatzkarte. Und wollen diese erlangen, was ihnen auch gelingt.
Nunmehr sind ihnen diverse Killer auf den Fersen, die Piraten-Boss "Dragon" Wang gegen sie aufbietet. Ein blinder Killer wird von "Smiling Wolf" getötet, auch der "Meister der 30 Messer" hat keine Chance. "Smiling Wolf" wird dann gefangen gesetzt, doch kann er von "Gritty Kid" befreit werden.
Die beiden begeben sich nunmehr mit der Karte auf Schatz-Suche, die Angriffe auf die 2 nehmen indes nicht ab. Der härteste Gegner scheint der gefährliche "Magic Eagle" zu sein, der jedoch sein eigenes Spiel spielt. Die Killer bekämpfen sich auch untereinander -"Magic Eagle" will die Schatzkarte für sich- und eliminieren sich gar gegenseitig.
Als "Gritty Kid" und "Smiling Wolf" den Schatz finden, kommt es zum finalen Kampf gegen "Dragon" Wang und dessen verbliebenen beiden Schergen.
Kritik:
Im Jahre 1982 drehte Regisseur Hsu Shen-Yu für das kleine Label "San Sun Film Co." auf Taiwan diese billig produzierte, somit recht einfache und teils wirr-episodisch erzählte KungFu-Klamotte, die mit wenig Aufwand zu unterhalten gedenkt.
Leider ist denn einiges recht schwach in Szene gesetzt, die Comedy mal wieder eher dümmlich, mitunter peinlich, die letztlich einfach-hanebüchene "Story" sehr episodisch und daher zum Teil etwas wirr inszeniert. Doch ist dieser Eastern als eine fast schon karikaturistische Satire auf das Genre, einen KungFu-Film mit 2 Buddie-Männern betreffend, und mit zahlreichen skurrilen, völlig überzeichneten Villain-Typen, gar noch insgesamt durchaus passabel, und rein auf diesem Level basierend, unterhaltsam.
Zudem stimmt das Tempo, und es wird viel gefightet, die KungFu-Fightaction ist auf starkem Niveau, der Drive stimmt. Und das haut soweit hin, zusammen mit dem karikaturisch-satirischem Ansatz, dass der Streifen sich nicht so ernst nimmt, man einen lustigen Film drehen wollte, so dass "Game of Killers" doch noch ein paar Punkte ergattern kann.
Der eingefleischte Eastern-Fan kann somit mit dieser KungFu-Klamotte noch als Genre-Beitrag "für Zwischendurch" und wenn man über die Schwächen hinweg sieht, recht gut leben, als einen Film der das Genre persiflierend durch den Kakao zieht.
Leben tut diese KungFu-Komödie von den Darstellungen und den Figuren, die allesamt irgendwie Karikaturen auf die Stereo-Typen des Genres sind. Allen voran Barry Chan und Chu Shao-Hua als Buddie-Gespann. Barry Chan der stets in weiß gewandete, lässig-cool und stets lächelnde Held, der dieses Figuren-Stereotyp fast schon karikiert. Das gilt für den Side-Kick, stets dunkel gekleidet, schmutzig-ungepflegt, dödelig-trottelig aber dennoch wenn´s drauf ankommt gewitzt und den attraktiven Strahle-Helden raushauend, Chu Shao-Hua, genauso. Beide machen das als karikaturistisch auf Buddie-Gespanne im Eastern angelegtes Duo denn gar mehr recht als schlecht. Dazu natürlich ein starkes KungFu bietend.
Zahllose Villain-Typen versuchen dem Helden-Gespann die Tour zu vermasseln, fast alle mehr dusselig als gefährlich und völlig überzeichnet, fast comicartig verzerrt. Auch das speist den eher satirischen Charakter dieser KungFu-Klamotte.
Ausnahme unter den eher lächerlichen Villains ist der Darsteller des "Magic Eagle", der ist der Gefährlichste unter den Schurken. Und somit am ehesten derjenige, der den in solchen KungFu-Komödien dringend benötigte ernsthaften Bösewicht verkörpert, immerhin. Der Ober-Villain "Dragon Wang" ist dann wieder eine eher verzerrte Figur.
Trotz mancher Schwächen und der offenkundig kostengünstigen Machart -gedreht wurde auf Taiwan open air, teils gar interessante Hintergründe wie eine Dünenlandschaft, und in eher einfachen Kulissen- funktioniert "Game of Killers", tempo- und actiongeladen als satirisch-karikaturistische Persiflage -und das will der Film bewusst sein- eigentlich recht gut, und verdient sich dadurch noch seine Punkte.
Und durch das Beste in diesem Streifen: Die kernige, intensive und dynamische KungFu-Action. Klassische Techniken, keine Fliegereien, teils gar knallharte KungFu-Fightaction auf gutem Niveau. Man sieht, das sind agile Fighter, die was von KungFu verstehen, klasse Körperbeherrschung und Fightaction mit Drive, also auch gefällige Choreographien. Im Finale, dem Schluss-Fight kommen allerdings Comedy-Elemente hinzu, was den starken Eindruck den die KungFu-Kämpfe bis dahin hinterließen etwas für meinen Geschmack schmälerten.
"Game of Killers", sicher nicht ganz so ein Film für die Liebhaber des klassischen Eastern, als satirische Persiflage auf das Genre und einfache Unterhaltung "für Zwischendurch" für den eingefleischten KungFu-Filmfan allerdings noch ganz passabel.
5/10.