iHaveCNit: It Lives Inside (2023) – Bishal Dutta – Pierrot Le Fou
Deutscher Kinostart: 02.11.2023
gesehen am 02.11.2023
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 7 – Reihe 13, Platz 14 – 20:30 Uhr
In der Halloween-Horror-Nachlese kommt dieses Wochenende in eher limitiertem Rahmen der interessante Horrorfilm „It Lives Inside“ noch in die Kinos, den ich mir auch aufgrund der sehr limitierten Möglichkeit auch direkt ansehen wollte.
Die junge Inderin Samidha lebt mit ihren eher strengen und konservativen Eltern in einem kleinen amerikanischen Vorort. Durch die indische Herkunft hat sie sich dort schon sehr früh mit Tamira angefreundet. Doch Tamira verhält sich schon seit längerem komisch, ist zurückgezogen, ängstlich und verwahrlost und sie ist ständig mit einem mysteriösen Einmachglas in der Hand unterwegs. Als sich Tamira Samidha anvertrauen möchte, schlägt Samidha das Einmachglas zu Boden ohne zu ahnen, welche Kette von Ereignissen sie damit auslöst und welches Geheimnis das Einmachglas in sich trägt.
Selbst wenn wir in „It Lives Inside“ natürlich klassische Horror-Elemente und Versatzstücke erleben, ist das in Inszenierung und Spannungsaufbau großartig geworden. Das, was in „It Lives Inside“ jedoch innerhalb des Horror-Bereichs aktuell etwas Besonderes darstellt ist die Platzierung des Films im Milieu indischer Einwanderfamilie in den USA, was durchaus einen interessanten kulturellen Einblick liefert und auch vor allem für die Hauptprotagonistin Samidha, die von Megan Suri gespielt wird, ist natürlich der innere Konflikt, die sich aus dem Spannungsfeld klassischer, konservativer, religiöser, indischer Kultur und auch dem Einfluss westlicher, amerikanischer Kultur ergibt, sehr interessant und spürbar. Und hier darf auch nicht die Familiendynamik, die der Film bietet außer Acht gelassen werden, genau wie die Geschichte einer Freundschaft. Der kleine Einblick in hinduistische Folklore und auch die Integration dieser Elemente in den Film ist auch sehr erfrischend gewesen.
„It Lives Inside“ – My First Look – 8/10 Punkte