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Ape scheint auf dem Weg zum Serienstar von Asylum zu sein, nachdem vom Sharknado in jüngster Zeit nicht mehr viel kam. Es ist die indirekte Fortsetzung zu „Ape vs. Monster“ von 2021 und die erst zweite Regiearbeit von Marc Gottlieb seit 1995.

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat ein Problem: Feindliche Agenten übernehmen die Kontrolle eines riesigen Roboter-Primaten, der sich mit einer gestohlenen Nuklearwaffe auf dem Weg nach Chicago befindet. Mitarbeiterin Sloane, die sich um den Verbleib des Riesengorillas Abe kümmerte, geht an Bord des Roboters, der schon bald Abes Weg kreuzt…

Es geht mal wieder ziemlich wild zur Sache, wenn Klischeefiguren auf hanebüchene Vorgänge treffen. Abe wurde zuvor ins All befördert und kehrte mit einer Alien-DNA zurück, der Roboter-Affe trägt zunächst Fell als Tarnung, welches er problemlos abwerfen kann und vier russische Agenten legen binnen kurzer Zeit sensible Verteidigungsdomizile der USA lahm.

Leider ist erst im letzten Drittel ordentlich Bewegung im Spiel und die Action gewinnt die Oberhand. Zwar wird einigermaßen flott erzählt, aber besonders im Mittelteil etwas zu ausgiebig taktiert und besprochen, während die beiden Affen komplett abtauchen.
Diese sind allerdings recht ansehnlich animiert, - der künstliche Affe sogar etwas detaillierter als der Gorilla. Irgendwo zwischen Godzilla und King Kong toben sich die Mutanten ein wenig aus, wobei zerstörte Gebäude oder geplättete Straßen mehrheitlich aus Stock Footage bestehen oder per CGI von etwas weiter weg eingebaut wurden.

Der titelgebende Kampf fällt indes dramaturgisch holprig aus, da einige Nebenhandlungsstränge den Fokus rausnehmen und der Kollateralschaden, trotz Zweckentfremdung einiger Waffen wie Auto oder Bahn überschaubar bleibt. Dennoch können sich die Spezialeffekte insgesamt sehen lassen, da sie sich mehrheitlich über dem sonstigen Durchschnitt von Asylum befinden. Darstellerisch bleibt die Angelegenheit eher unauffällig. Als etwas bekannteres Gesicht konnte Tom Arnold als Verteidigungsminister gewonnen werden, der allerdings ausschließlich im Büro sitzend kaum aktiv mitmischt.

Letztlich wurden die 84 Minuten Laufzeit weitgehend effektiv genutzt, um eine simple Geschichte flott voranzutreiben, wobei die Action nach der Einstiegsszene etwas zu kurz kommt. Sobald sich die Affen in Bewegung setzen, zeigt sich die Inszenierung überraschend versiert, nur die Spannung kommt bei alledem merklich zu kurz und auf Humor wurde komplett verzichtet. Wer folgerichtig mit haushohen Mutanten etwas anfangen kann, wird nicht gänzlich schlecht bedient.
5,5 von 10

 

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