"Vampire Journals" ist ein kleiner, zeitweise unterhaltsamer Blutsaugerfilm. Dabei erinnert die Geschichte der zwei sich gegenüberstehenden Vampire zwangsläufig immer wieder an "Interview mit einem Vampir". Ebenso die Erzählweise aus dem Off. Die Selbstzweifel des Hauptprotagonisten, der trotz seines Raubtierinstinkts doch ein menschliches Herz besitzt, reißen hier keinen mehr aus dem Fernsehsessel. Vielmehr vermag es Regisseur Ted Nicolaou, alles nur etwas anzureißen und dann unspektakulär im Sande verlaufen zu lassen. Wer nach einem eher beschaulichen Film, der auf Gothic-Atmosphäre setzt, einen großen Showdown erwartet wird enttäuscht. Während der gesamten Laufzeit gibt es diverse Beißereien u.a. zu sehen, der beste Goreeffekt befindet sich leider schon am Anfang des Filmes. Adieu Spannungsbogen. Wenigstens sind die Schauspieler in Ordnung, wenngleich sie mit ihren angemalten Gesichtern in der Öffentlichkeit schon eher wie Gruftis in der Oper auffallen müßten.
Fazit: Chilliges "Interview mit einem Vampir" Rip-Off, wenn auch mit Blut und halbnackten Frauen durchsetzter Vampirfilm für Gothic-Fans. 4/10 Punkten