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Es sollte nur fünf Tage dauern und absolut sicher sein: Zusammen mit sechs weiteren Freiwilligen meldet sich die junge Claire als Testkandidat für ein neues Medikament des Arzneimittelriesen Blackwood Pharmaceuticals. Doch schon bald stellt sich ein unerwarteter Nebeneffekt ein. Keiner der Probanden findet mehr in den Schlaf, worauf die federführende Ärztin auf Druck der Konzernspitze die Dosis erhöht. Als schließlich die Müdigkeit zurückkehrt, erweist sie sich als tödliche Konsequenz: Sobald jemand einschläft, stirbt er. Und zu allem Überfluss geht das Labor auch noch in den Lockdown – den Überlebenden bleiben jetzt noch vierundzwanzig Stunden, in denen sie auf keinen Fall die Augen schließen dürfen. Der Kampf ums Überleben beginnt …

Das ist doch mal eine vielversprechende Ausgangsposition, die man hier kredenzt bekommt und zudem auch noch nicht durchgelutscht, wie die 7 Teenager die im Wald rumlaufen und sich dann vom Killer abmurksen lassen.

Zudem ist das Szenario gar nicht mal so weit hergeholt, denn was die Pharmaunternehmen so alles treiben, um Kohle zu verdienen und dabei auch über Leichen gehen, konnte man vor allem in den letzten Jahren gut beobachten.

SCHLAF NICHT EIN ist für mich einer der besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe, wobei das auch nicht sonderlich schwerfällt, denn so wenig hohe Bewertungen wie 2024 habe ich in meiner Karriere bei ofdb noch nie gegeben. Alles erscheint immer austauschbarer und langweiliger – da bietet dieser Streifen eine willkommene Abwechslung.

Vor allen Dingen ist die Einführung relativ kurz gehalten. Nach 10 Minuten ist man völlig in der Materie drinnen und ab da baut der Film eine wirklich intensive Spannung auf, die mit der Zeit immer klaustrophobischer wird – spätestens wenn der Lockdown einsetzt. Auch die Handlungsweisen der Protagonisten und das Misstrauen der Teilnehmer untereinander, wird dabei immer größer.

Pollyanna McIntosh aus WALKING DEAD konnte man als Darstellerin gewinnen und sie spielt ihre Rolle als Ärztin, die immer intensivere Gewissensbisse bekommt, überzeugend.

Mit dabei ist auch noch die durchaus talentierte Millie Brady (THE GIRL IN THE WATER), die die vermeintliche Hauptrolle einnimmt und ebenfalls glaubwürdig rüberkommt.

Der Streifen selbst wandelt geschickt zwischen Horror und Thriller, wobei mir persönlich die Abschnitte des zweitgenannten Genres besser gefallen – beide aber sehr gut miteinander harmonieren.

Auch das Ende ist (fast) konsequent und zeigt mal wieder auf, dass mit Geld heutzutage nahezu alles möglich ist, auch das Vertuschen von Fehlschlägen (ohne jetzt zu viel zu verraten).

So bleibt insgesamt ein spannender Streifen mit einigen Wendungen und recht originellen Ideen. Gerade die Reaktionen und Handlungsweisen der Protagonisten sind wendungsreich und basieren auf einem doch recht pfiffigen Drehbuch. Fortsetzung möglich und gewünscht.









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